Das rückwärts gerichtete Regelungsverfahren der Folienextrusion beherrscht das neue Modul einer Software, die für jede Art der Direktextrusion einsetzbar sein soll.
Mit der Direktextrusion wird die Herstellung unter anderem von Folien in einem Arbeitsgang ermöglicht. Die für Kunststoffe und andere Produkte typische Zwischengranulierung entfällt, die Investitions- und Betriebskosten sowie der Energiebedarf des Produktionsprozesses sinken.
Die Softwareentwicklung basiert auf dem Modell einer Doppelschnecken Co-Extrusionsanlage für die Folien-Direktextrusion. Der Basis-Anlagenaufbau besteht aus Förder- und Dosiertechnik im Verbund mit zwei Doppelschneckenextrudern. Dahinter ist je eine zweifache Siebwechsler-Schmelzepumpen-Kombination installiert. Beide Stränge enden in einer gemeinsamen Breitschlitzdüse. Das Programm enthält den gesamten Anlagenaufbau und lässt sich über ein gemeinsames Bedienpanel steuern. Die Herausforderung dieser speziellen Softwareentwicklung bestand in der Programmierung des rückwärts gerichteten Regelungsverfahrens. Dieses Verfahren hält den Materialdurchsatz an der Breitschlitzdüse auch während eines Siebwechsels konstant – für Folienanlagen der wohl wichtigste Parameter.
Der umfangreichen Softwareentwicklung vorausgegangen war der Auftrag eines deutschen Anlagenherstellers zur Automatisierung einer in der Türkei installierten Anlage zur Produktion von PET-Tiefziehfolie. „Wir sind stolz darauf, die Anlage zur vollsten Zufriedenheit des Kunden in Betrieb genommen zu haben. Damit wurde unser Leistungsspektrum um einen weiteren Baustein bereichert,“ so Rainer Merissen, Geschäftsführer der BSG.
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