Kleine Losgrößen mit unterschiedlichen Werkstoffen zu produzieren bringt für Spritgießer und Extrusionspezialisten gleichermaßen hohen Reinigungsaufwand. Den mindert der Folienhersteller Rhein Plast mit Hilfe eines Reinigungsgranulats.
Das Unternehmen im pfälzischen Bad Dürkheim produziert überwiegend hochwertige Polyethylenfolien für anspruchsvolle Anwendungen, häufig in kleinen Losgrößen mit entsprechend häufigen Farb- und Materialwechseln. Den überproportional hohen Reinigungsaufwand der Anlagen habe man eine Weg gefunden, Material- und Zeitverluste zu minimieren.
Rhein-Plast liefert seine Folienprodukte in Branchen wie Medizintechnik, die Pharma- und Lebensmittelindustrie, die oft kleine Mengen ordern. Früher wurde bei jeder Umstellung die nachfolgende Neuware solange verarbeitet, bis das geforderte Qualitätsniveau wieder stabil erreicht war. Bei Stippenbildung waren zusätzliche mechanische Reinigungsmaßnahmen erforderlich. Die betroffene Anlage stand dann bis zu drei Tage still. Inzwischen wird stattdessen standardmäßig ein Reinigungsgranulat eingesetzt. Dessen Verbrauch liege bei einer typischen Folienblasanlage mittlerer Größe – je nach „Härte“ des Produktwechsels – zwischen 20 und 50 Kilogramm. Dies sei ein Bruchteil der zum Erreichen des gleichen Ziels üblicherweise erforderlichen Menge an Neuware. Entsprechend könne sich auch der Zeitaufwand für Material- oder Farbwechsel mehr als halbieren. Zudem habe man Demontagen zum Reinigen erheblich reduzieren können.
Die geruchlosen chemisch-mechanisch wirkenden Reinigungsmittel der Produktreihe Supernova für Spritzguss und Extrusion sind als gebrauchsfertige Mischungen oder als Konzentrat für verschiedene Kunststoffe und Temperaturen erhältlich. Sie haben laut Hersteller keine scheuernde Wirkung und greifen Metalle nicht an. Während der Verarbeitung werden demnach nur geringe Mengen Kohlendioxid und Wasserdampf frei.
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