Material und Maschine wirken energiesparend zusammen Das Foyer Ost des Messegeländes könnte ein Anlaufpunkt für Fakuma-Besucher sein, die das Thema Energiekosten interessiert. Dass sich mit der BASF ein Werkstoffhersteller beim „Überthema“ Energieeffizienz engagiert, ist nur auf den ersten Blick verblüffend.
Mit etwa 35 Milliarden Euro Umsatz und anhaltendem Wachstum ist die Kunststoffbranche eine wichtige Säule der französischen Industrie. Frankreich belegt mit sechs Millionen produzierten Tonnen im Jahr 2009 europaweit den dritten Rang.
Pulverspritzguss hat Premiere in Friedrichshafen Erstmalig werden in diesem Jahr Keramik-Spritzgießteile auf der Fakuma produziert und zwar auf dem Gemeinschaftsstand von Leonhardt und Oximatec. Zwar führt die Fakuma im Untertitel „Internationale Messe für Kunststoffverarbeitung“, das hindert die Veranstalter – und Aussteller – aber nicht daran, über den Tellerrand hinaus zu schauen, in diesem Fall in Richtung Keramik.
Das schlüssige, über 30 Jahre durchgehaltene Konzept der Fokussierung auf eine Branche – aber immer wieder den teils schnellen Entwicklungen angepasst – kennzeichnet die Fakuma vom Start bis heute. Der Status 2011: Rekorde bei Ausstellerzahl und Ausstellungsfläche.
Dass große Messen außerordentlich wirtschaftlich attraktiv für eine Stadt oder Region sind, ist kein Geheimnis. Im Fall Friedrichshafen dürfte auch der Aspekt eine Rolle spielen, dass die Stadt am Bodensee trotz der bedeutenden Industrieunternehmen landläufig eher hinsichtlich seiner touristischen Reize bekannt ist.
Bei allen technischen Neuentwicklungen, erheblichen Bewegungen innerhalb der Unternehmenslandschaft, wechselnden Bedeutungen einzelner Verfahren und den unvermeidlichen personellen Generationswechseln – die Fakuma weist über die 30 Jahre ihres Bestehens eine bemerkenswert stabile Kern-Ausstellerschaft auf.