Mit Langglasfasern verstärkte Compounds auf PP-Basis eignen sich je nach Anwendung und thermomechanischer Bauteilbeanspruchung zur Substitution von kurzglasfaserverstärkten Technischen Kunststoffen oder zur Substitution von Magnesium- oder Aluminium-Druckgussteilen durch Spritzgießteile.
Dabei erreichen emissionsreduzierte langglasfaserverstärkte Polypropylen-Compounds nach Angaben des Anbieters Technocompound bei der Geruchsprüfung niedrige Werte von 2,5 bis 3,0 (zum Vergleich: Standard-PP-Compounds liegen bei 4,5 bis 5). Damit eignen sich diese Hochleistungscompounds auch für Strukturbauteile im geruchssensiblen Fahrzeuginnenraum, beispielsweise für Türmodule, Instrumententafeln oder Tragstrukturen für Sitze.
Aber auch ohne Fasern sind die Leistungsdaten von Werkstoffen hoch zu schrauben. Mit Technomid PA6 oder PA66 VN steht laut Anbieter erstmals strahlenvernetzbares Polyamide für Spritzgießanwendungen zur Verfügung. Formteile aus diesem neuartigen Compound erreichen eine erheblich höhere Glühdrahtbeständigkeit als übliche PA-Bauteile: Sie eignen sich unter anderem für das bleifreie Löten bis etwa 280 °C und für das Kurzzeit-Hochtemperaturlöten bis rund 450 °C.
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Das sind nur zwei Beispiele, wie konventionellen Werkstoffen neue Leistungsmerkmale implementiert werden können. Weitere finden sich auch in anderen Werkstoffgruppen wie TPO-Compounds.
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