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FVK-Werkstoffe, 01-02-2010 Portfolio für den Automobilbau Gewicht und Kosten senken, Designfreiheit erhöhen – das sind Forderungen, die Kunststoffe gegen den Einsatz von Metal qualifizieren sollen.
„Die Substitution von Metallen“, so Harald Sauer, Key Account Manager bei Akro-Plastic hat in allen industriellen Anwendungsbereichen, besonders aber in der Automobilindustrie, in den letzten Jahren stetig zugenommen. Neben der Gewichtsersparnis, die in Zeiten hoher Energiepreise immer mehr an Bedeutung gewinnt, sind die hohe Gestaltungsfreiheit und die außerordentliche Festigkeit technischer Kunststoffe schlagende Argumente für eine wirtschaftlich und technisch hochinteressante Alternative zu bisher verwendeten Metallen“. Anwendungen, die eine Substitution von Druckgussmetallen anstreben, stellen an Kunststoffe meist so hohe Anforderungen, dass der Einsatz von Polyamiden durch diese reduzierten mechanischen Eigenschaften bisher nur in Ausnahmefällen, selbst bei hohen Verstärkungsgraden mit bis zu 60 Prozent Glasfasern, realisierbar war. Mit dem Spezialblend Akroloy PA, basierend auf PA 6.6, wurde ein Produkt entwickelt, dass laut Hersteller die für die Metallsubstitution nachteiligen Eigenschaften der Polyamide deutlich reduziert. Das betrifft unter anderem die Feuchtigkeitsaufnahme, die zu einer Abnahme von Steifigkeit, Festigkeit und Kriechmodul und damit zu geringer Dimensionsstabilität führt.
Die neu entwickelte Produktlinie Akromid T (PPA) eigne sich wegen seiner hohe Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit sowie mechanischen Festigkeit für Hochtemperatur-Anwendungen im Motorraum. Ebenfalls eine Neuentwicklung ist die modifizierte Produktserie Akromid RM (Reduced Moisture) auf PA 6-Basis. Die Feuchtigkeitsaufnahme des Polyamids konnte laut Hersteller erheblich reduziert werden, ohne die weiteren positiven Eigenschaften des Materials zu beeinflussen. Anwendungsfelder sind beispielsweise verzugsempfindliche Gehäuse und Steckerleisten der Elektronik- und Automobilindustrie. Bisher ist diese Produktreihe mit 30 und 50 Prozent Glasfaserverstärkung erhältlich, weitere Typen befinden sich laut Unternehmensangaben in der Entwicklung.
Da das Interesse an Werkstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe weiter gestiegen ist, hat sich der auf die Entwicklung von Polyamid-Spezialitäten fokussierte Hersteller daran gemacht, ein Polyamid 6.10 auf dieser Basis zu entwickeln. Akromid S besteht zu etwa 60 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen: Rizinusöl aus den Samen des Wunderbaumes als Grundlage für Sebacinsäure. Diesen Artikel bookmarken bei Wie funktioniert Bookmarken?Mit so genannten “Social Bookmarks” können Sie Links auf interessante Webseiten mit anderen Nutzern teilen. |  |  | |  | Externe Nutzung / NutzungsrechteWenn Sie auf diesen Beitrag von Kunststoff-Magazin online verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden: |
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