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Dank konsequentem Einsatz von EPP werden bei dieser Klimaanlage 30 Pro... Weniger Gewicht und mehr Integration im Fahrzeugbau
 Geschäumte Werkstoffe ermöglichen völlig andere Konstruktionen – wenn man den Mut hat, eingefahrene Wege zu verlassen.
Bewährtes infrage stellen durften die Entwickler und Techniker von Konvekta aus dem nordhessischen Schwalmstadt bei der Konzeption einer neuen Generation von Klimaanlagen. Das Ergebnis ist die UL (Ultralight)-Serie, in ihrer Leistungsklasse laut Hersteller weltweit die leichteste Klimaanlagen-Reihe für Busse. Die Verantwortlichen suchten nach Möglichkeiten der Reduktion und der gezielten Vereinfachung. Ein Schlüssel für ihren Erfolg wurde ein leichter, strapazierfähiger und haltbarer Kunststoff-Schaum als Konstruktionswerkstoff. Erstmals bei Bau mobiler Klimaanlagen dient in den Geräten der UL-Serie expandiertes Polypropylen (EPP) als Basis für die Aufnahme aller Bauteile und für die Luftführung.
Schrauben oder Nieten findet man nur wenige. Bei dieser neuartigen Konstruktionsmethode werden alle Komponenten in geschäumte Formteile aus EPP gesteckt oder geklemmt. Kanäle im Material sorgen für die verlust- und geräuscharme Führung der Luft. Die Formteile sind als modularer Bausatz so ausgelegt, dass die Produktion damit alle Anlagentypen zusammensetzen kann. Das vereinfacht auch den Service aufgrund der einfachen Zugänglichkeit aller Bauteile. Der konsequente Einsatz von EPP ermöglichte, so der Anbieter die Gewichtsreduzierung von bis zu 76 Kilogramm gegenüber Geräten gleicher Leistung. Die Gewichtsreduktion vermindert den Treibstoffverbrauch und damit den CO2-Ausstoß der Busse und trägt somit aktiv zum Klimaschutz bei. Außerdem sind die Geräte dank der deutlichen Geräuschreduzierung angenehm leise.
Der Mut der Schwalmstädter wurde belohnt. Neben der Gewichtsreduzierung hat besonders der Faktor Service- und Wartungsfreundlichkeit nicht nur bei den Busherstellern großes Interesse geweckt. Auch die Betreiber der Busse fordern vehement niedrigere Unterhaltungskosten. Konvekta bietet die Neukonstruktion als ein Produkt an, das bei den Life-Cycle-Costs (LCC) seinesgleichen sucht. Zudem seien der Schaumwerkstoff und alle verbauten Komponenten vollständig recycelbar.
Als Partner für die Produktion der EPP-Formteile nahmen sich die Entwickler schon recht früh Ruch Novaplast mit ins Boot. Der Verarbeiter von Partikelschäume fertigt die EPP-Teile auf mehreren Schäumwerkzeugen in Serie. Inzwischen haben mehrere tausend Sätze der Formteile das Werk im badischen Oberkirch verlassen. Vor der Serienfertigung wurden auf Basis der CAD-Daten Musterteile gefräst, entsprechend den späteren Serienteilen. Damit konnte schon früh Versuche gefahren werden. Dabei wurden nicht nur die Betriebsparameter der Klimaanlage überprüft, auch Fertigung und Service hatten schon zeitig die Gelegenheit, sich mit der neuen Methodik vertraut zu machen.
EPP ähnelt im Aussehen dem bekannten Polystyrol, ist aber elastischer, mit hervorragenden Rückstellwerten zur Fixierung der einzelnen Komponenten und zeichnet sich durch höhere Temperaturfestigkeit aus. Das ist bedeutsam, wenn man die Einsatztemperaturen für Busklimaanlagen berücksichtigt. Diesen Artikel bookmarken bei Wie funktioniert Bookmarken?Mit so genannten “Social Bookmarks” können Sie Links auf interessante Webseiten mit anderen Nutzern teilen. |  |  | |  | Externe Nutzung / NutzungsrechteWenn Sie auf diesen Beitrag von Kunststoff-Magazin online verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden: |
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