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Thermoformen, 06-08-2009

Tiefziehfolienanlagen

Klassiker in Bestform
Die Basis für die Herstellung von Tiefziehfolien aus ungetrocknetem PET ist der gleichlaufende Doppelschnecken-Extruder „Reitruder“. Mit der Reitruder-Technologie können Compounding, Vortrocknung und Extrusion des Rohstoffes in einem Verfahrensschritt mit der Prozesswärme erfolgen.

Für die neueste Generation der Reitruder-Baureihe wurde ein differenziertes Konzept mit völlig neuen Konstruktionselementen entwickelt. Die Schneckengeometrie wurde mit größerer Kanaltiefe und einem neu gestalteten Einzugsbereich den veränderten Anforderungen angepasst. Allein diese Maßnahmen verbessern den Einzug bei der Verwendung von PET-Flakes oder Mahlgut und vergrößern das Volumen zur Eindosierung von Füllstoffen. Dadurch ergeben sich wesentliche Vorteile bei der Verarbeitung minderer Rohstoff-Qualitäten.

Deutliche Verbesserungen sowie eine erhöhte Effizienz bei der Entgasung ermöglichen sogar den Einsatz von Material bis zu 0,5 % Feuchtigkeit. Dadurch werden Maßnahmen zur Vortrocknung minimiert bzw. völlig überflüssig. So können Energie- und Verarbeitungskosten in nicht unerheblichem Maße eingespart werden.

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Was bis vor einigen Jahren noch als unmöglich galt, ist durch die neue Reitruder-Baureihe erreicht worden: Kleine Reitruder-Doppelschnecken-Extruder können nun auf Grund ihrer Leistung und erhöhter Drehzahl große Einschnecken-Extruder ersetzen. Ein Reitruder mit 70 mm Schneckendurchmesser und einer Leistung von 1.200 kg/h kann so alternativ für einen Einschnecken-Extruder mit 150 mm Schneckendurchmesser bei gleicher Leistung eingesetzt werden.

Einer der wesentlichen Einsatzbereiche dieser Doppelschneckentechnik ist die Extrusion von Tiefziehfolien aus PET-Flaschenmahlgut. Mittlerweile werden in Westeuropa jährlich >1.000.000 Tonnen PET-Flaschen eingemahlen. Dieser Rohstoff ist teilweise stark verschmutzt und kann nicht in konventionellen Trocknern mit Einschnecken-Extrudern verarbeitet werden (z.B. PET mit PE-Resten von Etiketten).


Hauptmerkmale dieser Anlagen sind:

– Hochleistungs-Doppelschnecken-Extruder, die PET-Flakes bis 2300 kg/h verarbeiten können

– Spezielle Dosiereinrichtungen, um Schüttgewichtsschwankungen des Mahlguts zu kompensieren

– Hochleistungs-Vakuumpumpen zur starken Entgasung der Restfeuchte und der Verschmutzung der Schmelze im Extruder. Die Systeme arbeiten mit sehr starkem Vakuum bis 0,1 mbar und sind trockenlaufende Systeme ohne Verschmutzung durch Öle oder Wasser


Einige Kunden konnten mit 100 % Flaschenmahlgut Produktion bereits FDA-ähnliche Bewilligungen bekommen, um Produkte in direkten Kontakt zu Lebensmitteln herzustellen.

Nach der erfolgreichen Markteinführung dieser Reifenhäuser-Tiefziehfolienanlagen an High-End-Kunden in Europa ist auch das Interesse des amerikanischen Marktes für diese Technologie spürbar gestiegen.

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