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Grüne Werkstoffe, 11-12-2011 Ein PLA-Blend (Mitte) im Vergleich zum Biokunststoff PBS (unten) und g... Auch Bio-Kunststoffe der verschiedenen Typen lassen sich nach heutigen Standards einfärben. Allerdings sind einige Besonderheiten zu beachten.
 Nicht nur in der Lebensmittelindustrie setzen die Produzenten vermehrt auf Bioprodukte (und solche, die so bezeichnet werden), auch in der Kunststoffverarbeitung werden unterschiedliche Polymere unter diesem Label angeboten. Werden heute Biopolymere oft noch unter marketingstrategischen Gesichtspunkten eingesetzt, müssen wir wohl in Zukunft vor allem aus nachhaltig-ökologischen Gründen vermehrt auf biobasierte und bioabbaubare Kunststoffe umsteigen.
Bei „biobasiert“ besteht der ökologische Aspekt allein darin, dass eine Alternative zu den aus Erdöl gewonnenen Kunststoffen angestrebt wird. Weitaus interessanter und werbewirksamer sind allerdings „bioabbaubare Kunststoffe“. Diese finden mittlerweile nicht mehr nur bei kurzlebigen Produkten wie Einkaufstüten, Agrarfolien, Blumentöpfen oder Einwegbestecken Anwendung, sondern auch bei langlebigen und dickwandigen Kunststoffprodukten. Nach erfolgreicher Zertifizierung gemäß DIN Certo und EN 13432 können Kunststoffprodukte mit dem Seedling-Logo gekennzeichnet werden und sind damit offiziell als „Bio“ ausgewiesen. Diese Norm zu erfüllen erfordert allerdings genauere Fachkenntnisse über Art und Menge der erlaubten Zusätze.
Damit eine Zertifizierungsprüfung Erfolg versprechend ist, hat Deifel verschiedene Biokunststoffe getestet, um, trotz erschwerender normativer Vorgaben, gut handhabbare Möglichkeiten zur Kunststoffeinfärbung zu entwickeln. Mit der Produktreihe Die Bio stellt die Buntfarbenfabrik Farbkonzentrate zur Verfügung, die gezielt auf die Anwendungszwecke abgestimmt sind. Ziel ist in jedem Fall, Vorstellungen und Vorgaben zur die gewünschten Farbgebung im Bereich „biobasiert“ oder „bioabbaubar“ zu realisieren.
Neben Schwermetall-Grenzwerten spielen die unterschiedlichen Eigenfarben der Biokunststoffe eine gravierende Rolle. Ein und dieselbe Farbe kann in verschiedenen Kunststoffen ganz anders aussehen. Damit sind bei der Wahl des Biokunststoffes neben technischen Anforderungen auch Grenzen der möglichen Farbgebung ein wichtiges Kriterium, das bereits im Vorfeld geprüft werden sollte. Sowohl Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie biobasiertes PE, PVC und PA als auch biologisch abbaubare und kompostierbare Kunststoffe wie PLA, PBS und PHA können, wie herkömmliche Kunststoffe auch, mit Pulverpigment oder Masterbatch eingefärbt werden.
Unter den Biokunststoffen sind laut Deifel PLA (Polymilchsäure) und PLA-Blends aus mehreren Gründen besonders vielversprechend und eine echte Alternative zu herkömmlichen Massenkunststoffen, da sie industriell kostengünstig und mittelfristig wettbewerbsfähig hergestellt werden können. PLA Produkte können wahlweise kurz-, aber auch langlebig eingestellt werden. Auf vorhandenen Spritzgießmaschinen und Extrudern können sie problemlos verarbeitet werden, da deren technische Eigenschaften denen von thermoplastischen Massenkunststoffen ähneln. Die transparente Eigenfarbe von PLA verspricht zudem gute Einfärbemöglichkeiten. Diesen Artikel bookmarken bei Wie funktioniert Bookmarken?Mit so genannten “Social Bookmarks” können Sie Links auf interessante Webseiten mit anderen Nutzern teilen. |  |  | |  | Externe Nutzung / NutzungsrechteWenn Sie auf diesen Beitrag von Kunststoff-Magazin online verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden: |
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