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Spezial: Die K-Industrie in Mitteldeutschland, 08-2011
Künstliche Alterung/Bewitterung

Neues Innovationslabor für künstliche Bewitterung

Um zuverlässig abschätzen zu können, wie sich Produkte aus Kunststoffen unter Bewitterungseinfluss langfristig verändern, können in Merseburg Versuche im „Zeitraffer“ durchgeführt werden.

Das Altern von Kunststoffen in Folge von Witterungseinflüssen wie Strahlung, Temperatur, Feuchte oder Schadgasen verursacht hohe wirtschaftliche Schäden. Besonders der simultane Einfluss von Globalstrahlung und Feuchte stellt an Kunststoffprodukte hohe Anforderungen. Mit Einrichtung eines Labors für künstliche Bewitterung und Alterung will die Polymer Service aktuelle Probleme, Fragestellungen rund um das Thema Witterungsbeständigkeit von Polymeren bearbeiten.

Zur künstlichen Bewitterung stehen in Kooperation mit der Hochschule Merseburg ein Ultraviolett (UV)-Schnellbewitterungsgerät, ein Xenonbogenstrahler und eine Reinwasseranlage zur Verfügung. Mit der UV-Schnellbewitterung ist neben der reinen UV-Beanspruchung im Wellenlängenbereich 295 bis 400 nm auch eine Kondensation zur Simulation von Tau und eine Prüfkörperbesprühung zur Beschreibung des Einflusses von Regen möglich. Dabei ist besonders das UV-Spektrum aufgrund der starken Schädigungen der Polymerketten von Interesse.

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Der Xenonbogenstrahler dient der Prüfung unter Berücksichtigung des gesamten Spektrums von UV bis Infrarot (295 bis 2400 nm). Neben der Simulation direkter Sonnenstrahlung ist auch die Prüfkörperbesprühung mit Reinwasser möglich. Dank einer Zusatzeinrichtung lässt sich außerdem eine weitere Flüssigkeit einzusprühen, zum Beispiel zur Beschreibung des Einflusses von saurem Regen oder von Schweiß.

Bei dem Xenonbogenstrahler handelt es sich um ein Flachbettgerät, bestrahlt wird auf einer schwach geneigten horizontalen Fläche von 3300 cm2. Aufgrund der Größe des Probenraums ist die Prüfung dreidimensionaler Proben und Bauteilen möglich.

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