Im Medizin- und Lebensmittelbereich gehören röntgenopake Kunststoffe, antimikrobiell eingestellte Granulate und die kundenspezifische Einfärbung von Hochleistungskunststoffen zu den Anforderungen an die Werkstofflieferanten.
Antimikrobielle Kunststoffe beugen dem Wachstum von Bakterien, Hefen und Schimmelpilzen vor. Die bakterizide Wirkung der von Ensinger produzierten Compounds basiert auf einem patentierten Dosiersystem, das gezielt Silberionen abgibt. Da nur geringe Wirkstoffanteile zugemischt werden, ändern sich die mechanischen, elektrischen und tribologischen Eigenschaften sowie die chemische Beständigkeit und andere Kennwerte der Kunststoffe nur marginal. Die minimalinvasive und die bildgesteuerte Chirurgie stellen besondere Anforderungen an die eingesetzten Geräte. Für solche Anwendungen werden Polymere mit Kontrastmitteln additiviert, aus denen sich röntgenopake MT-Kunststoffe herstellen lassen, die beispielsweise chirurgische Instrumente oder orthopädische Testimplantate unter Röntgendurchleuchtung sichtbar machen. Möglich ist die sichere Produktion solcher Werkstoffe in modernen Produktionsumgebungen. Ensinger betreibt nach eigenen Angaben einen der flexibelsten Compoundierbetriebe in Europa. In dem 2009 errichteten Werk ist auch eine Produktion im Reinraum möglich. Die eingesetzten MT-Kunststoffe, Additive und Farben erfüllen die Voraussetzungen für FDA-Konformität und zur Zertifizierung nach DIN ISO 10993 (USP VI). Die Produktion ist nach DIN EN ISO 13485 zertifiziert.
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