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K-Industrie in Österreich, 11-12-2010
Schlagworte: Thermoformen
Projekt Rettungstrage

Gemeinsam entwickeln und produzieren

Wissenschaft und Praxis beim Thermoformen Hand in Hand
Im Rahmen eines Kooperationsprojektes mit dem Kunststoff-Cluster gelang es, Wissenschaft und Praxis für ein neues Einsatzgebiet von Kunststoffen zu verbinden und die Vermarktung sicherzustellen. Die Projektpartner entwickelten eine innovative Allround-Verletztentrage für alpines Gelände mit Kunststoffwanne und Metallrahmen.


Verletzten- oder Lastentransporte in unzugänglichem Gelände, bei schwierigen Wetterverhältnissen oder über große Höhendifferenzen stellen hohe Anforderungen an das Material und an die Menschen. Zentrale Herausforderung war es, ein universell einsetzbares Transportgerät zu entwickeln: Für Verletzte und Lasten in schwer zugänglichen Geländearten oder Anlagen sowie für den Außenlasttransport bei Hubschraubern – mit Einsatzmöglichkeiten bei jeder Witterung und Jahreszeit.

Technisch zu lösen galt es dabei: Ein möglichst geringes Gewicht bei gleichzeitig hoher mechanischer Widerstandsfähigkeit und geringstmöglichem Bedienaufwand in einem Produkt umsetzen. Sämtliche medizinisch erforderlichen Lagerungsarten und best- möglicher Schutz des Verletzten waren ohnehin gefordert.

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Das Transportgerät musste teilbar sein – um für zwei Personen transportabel zu bleiben beziehungsweise als Lastentransportmittel für den Rücktransport eingesetzt werden zu können. Für sommerliche Rettungseinsätze sollte ein Rad angebracht werden können und im Winter muss eine ausreichende Fahreigenschaft in allen Schneearten vorhanden sowie ein Schutz vor Schnee für den Verletzten sichergestellt sein.

Ziel des Projektes war es, ein völlig neues Thermoformprodukt für alle alpinen Rettungseinsätze zu entwickeln, das eine deutliche Gewichtsreduktion gegenüber bereits vorhandenen Tragen bei gleichzeitiger Beibehaltung der mechanischen Stabilität sicherstellt.
Erreicht werden sollten:

  • von mindestens 50 Proent bei einer Nutzlast von 160 Kilogramm
  • Festigkeit und Robustheit
  • Verletztenschutz und Ergonomie
  • für Hubschraubertransporte, Flugtauglichkeit
  • für Canyoning oder andere Wasser-Einsätze
  • mit Bremse
  • Fahreigenschaft der Führungskufen
  • Griffe
  • Liegefläche für eine Körpergröße von zwei Metern
  • Design

Spezialisten steuern Wissen ein

Die Projektpartner entwickelten eine innovative Allround-Verletztentrage für alpines Gelände mit einer Kunststoffwanne und Metallrahmen. Durch die Kooperation konnte nicht nur ein beträchtlicher Know-how Zugewinn bei allen Beteiligten und damit eine wesentlich verbesserte Wettbewerbsfähigkeit sondern auch ein neues Thermoformprodukt mit hohem Marktpotenzial entwickelt und realisiert werden. Die hochgesteckten Ziele wurden laut Kunststoff Cluster erreicht und in einer umfangreichen Testphase mit der Bergrettung Tirol bestätigt. Die Vorteile und Erkenntnisse in der gemeinsamen Projektarbeit können je Partner wie folgt zusammengefasst werden:

Tyromont Alpin Technik, das Anwenderunternehmen: Für den Spezialisten im weltweiten Vertrieb von Alpinen Rettungstragen, Bergungssäcken für die Flugrettung und Rettungsschlitten ist die neue Entwicklung eine Erweiterung des Produktportfolios.
Transparent Design: Dieses Unternehmen hat mit dem Projekt den Einstieg in eine neue Branche geschafft.
Eurofoam: Im Rahmen der Zusammenarbeit wurden Erfahrungen für ein bisher nicht bearbeitetes Anwendungsgebiet gesammelt. Bislang wurden Schaumstoffe für die Polster- und Freizeitmöbel- sowie Matratzenindustrie und für Konfektionsbetriebe, das Gewerbe und den Handel produziert und zu Halbfabrikaten weiterverarbeitet. Lösungen für Sicherheits- und Spezialverpackungen werden auf Wunsch ebenfalls erarbeitet.
Fachhochschule Wels: Für Studenten ist es immer eine große Herausforderung, an einem realen Projekt Erfahrungen zu sammeln. Die Studenten leisteten Basisarbeit zur Entwicklung der Rettungstrage.

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