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Software für die K-Branche, 01-02-2010 ERP-Technologie bietet verschiedene Modelle
 Soviel vorab: Ein allgemeingültiges Modell zu Finanzierung und Betrieb der Unternehmenssoftware gibt es nicht. Die individuellen Rahmenbedingungen müssen entscheiden.
Mieten statt kaufen – so lautet das Credo vieler Software-Unternehmen, die sich den Begriff Software as a Service (SaaS) in unterschiedlichen Interpretationen auf die Fahne geschrieben haben. Dabei gilt es jedoch zu beachten: Die Zweckmäßigkeit von Mietlösungen hängt stark vom Einsatzgebiet ab. Nicht jede Anwendung ist gleichermaßen dafür geeignet, auch als Mietlösung angeboten zu werden, und eine Mietlösung eignet sich auch nicht per se für jedes Unternehmen. Ob SaaS oder Lizenzmodell ist nach Ansicht des Anbieters Sage nicht eine Entscheidung auf Anbieter-Seite, sondern ein dedizierter Auswahlprozess beim Kunden – was natürlich voraussetzt, dass der Anbieter beides ermöglicht.
Grundsätzlich gilt: Komplexe Anwendungen, die umfassende individuelle Anpassungen benötigen und die unternehmerischen Kernprozesse betreffen, eignen sich weniger für ein Mietmodell als einfache und schnell anpassbare Lösungen. Letztere sehen in puncto SaaS der Einschätzung nach einer rosigeren Zukunft entgegen. Besonders gute Chancen sieht Sage hier für Customer-Relationship-Management-Lösungen (CRM). Die eignen sich dank ihres Einsatzbereichs besonders gut für die Nutzung als Mietservice: Sie sind in vielen und auch verschiedenen Unternehmen universell einsetzbar und benötigen meist weniger komplizierte Anpassungen als komplexe Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP-Lösungen).
Dementsprechend wurde die CRM-Lösung als webbasierte Variante im Sinn einer Software as a Service entwickelt. Sie eignet sich laut Anbieter für Unternehmen zum Beispiel in ihrer Startphase oder wenn keine hochperformante eigene IT-Infrastruktur vorhanden ist. Damit haben die Unternehmen zudem die Möglichkeit, ohne größeren Aufwand auf eine lokale, also im eigenen Haus installierte, und von einem autorisierten Fachhändler betreuten Lösung zu wechseln und die Daten einfach zu übernehmen. Beim Mietservice fällt eine feste monatliche Gebühr an, die die Kosten für Support, Online-Training, Backup und Updates umfasst. Große Investitionen in Software und Hardware fallen somit für die Kunden nicht an. Das ist besonders dann relevant, wenn Unternehmen ihre Liquidität im Blick haben müssen: Feste monatliche Beiträge für die Mietsoftware binden weniger Eigenkapital und die Liquidität bleibt erhalten, was die Bilanz entlastet und ein Rating bei der Bank verbessert. Gerade im Mittelstand zieht dieses Argument und spricht für das Mietmodell.
Software für den Mittelstand muss generell – das gilt ebenso für Mietsoftware – leicht zu bedienen sein. Das System funktioniert beispielsweise über einen Webbrowser, wobei die Anwendung nicht auf dem PC oder Notebook installiert werden muss. Stattdessen benötigen die Nutzer nur einen Internetzugang und Browser sowie ihr Login und persönliches Passwort. Soll eine Lösung individuell angepasst werden, übernehmen das Technologiepartner vor Ort.
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