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Zerkleinerung, 11-12-2011 Randstreifenzerkleinerung Randstreifen wirtschaftlich aufbereitenDie Stopfschnecke übernimmt die kontrollierte Speisung des Hauptextrud... Die direkte Wiederverwertung von Rand- und Mittelstreifen bei der Folien- und Plattenextrusion ist eine effiziente Aufbereitungsmethode.
 Mit der direkten Aufbereitung von Rand- und Mittelstreifen reduzieren Verarbeiter ihre Kosten für den Neuware-Einkauf und sparen sich den bei der Zentralvermahlung entstehenden Logistikaufwand für das Mahlgut. Während der Aufbereitungsprozesse darf es im Sinn der Qualitätssicherung zu keiner thermischen Zusatzbelastung von Einzugs- und Mahlgut kommen. Ausgeschlossen sind zudem die Verunreinigung des Mahlguts und ein Entmischen von Mahlgut und Neuware. Hygroskopische Kunst- oder Füllstoffe werden direkt verarbeitet; sie haben also keine Chance Feuchtigkeit aufzunehmen. Auch das Herzstück der Systemlösungen – die Schneid- und Einzugsmühlen der Rotorschneider-Familie – unterstützen laut Anlagenhersteller Getecha die Gütesicherung des Mahlguts. Angepasste Rotordrehzahlen und spezielle Siebgestaltung verhindern demnach das Entstehen von Langteilen und Staubpartikeln.
Wie eine solche Systemlösung aussehen kann, zeigt ein Beispiel aus der Praxis, bei dem Rand- und Mittelstreifen an zwei Stellen aus einer Extrusionslinie entnommen werden. In der Produktionsstufe Vorbeschnitt und in der Konfektionierung ziehen Aufnahmedüsen bis zu 100 Millimeter breite Streifen mit 350 m/min ein und saugen sie durch Rohrleitungen zur Grobzerkleinerung in einen Zerreißventilator oder Folienschneider. Die Feinzerkleinerung übernimmt eine Zentralmühle mit bis zu 500 kg/h Leistung. Der Kreislauf schließt sich mit der Rückführung des Mahlguts durch eine Stopfschnecke in den Hauptextruder. Damit lassen sich auch dünne PE-, PP- und LDPE-Folien ab 12 Mikrometer Dicke verarbeiten. Die lauten Einheiten Ventilator und Mühle sind mit einer begehbaren Schallschutzkabine versehen.
Gegenteilige Anforderungen stellt die Plattenextrusion. Bei dünnen Platten übernimmt den Randbeschnitt ein Hacker unter der Kühlstrecke der Extrusionslinie, bei Platten ab etwa 15 Millimeter Dicke arbeitet ein Hacker mit „fliegendem Schnitt“. Die Reste fallen auf ein Förderband und werden kontinuierlich einer Zerkleinerungsmühle zugeführt. Das Mahlgut aus der Mühle geht anschließend direkt zurück in den Extruder. Bei der Herstellung von Schaumplatten wird für die Rückführung des Mahlguts zusätzlich eine Zuführschnecke eingesetzt, um einer Entmischung der unterschiedlichen Materialdichten von Mahlgut und Neuware vorzubeugen.
Hohe Anforderungen an die Entstaubungstechnik stellen das Zerkleinern und Rückführen von mehreren Millimeter dicken Randstreifen von ABS- und PP-Folien mit hohem Füllstoffanteil. Dazu kann Getecha eine Unterdruck-Absauganlage in das Kreislaufsystem reingasseitig hinter dem Abluftfiltersystem integrieren. Am Zyklonausgang wird das Material durch eine Zellenradschleuse geführt und die Abluft in Patronenfiltern gereinigt. Zu den weiteren Besonderheiten dieser Anlage gehört der Einsatz einer schallisolierten Schneidmühle mit zwei getrennten Einzügen, deren Geschwindigkeit ein Frequenzumrichter regelt. Die Harmonisierung des Einzugstempos mit der Abzugsgeschwindigkeit der Extrusionslinie geschieht automatisch per Drehpoti im Steuerbügel der Schneidmühle. Das Mahlgut wird dann über eine Weiche weitergeführt in einen Materialpuffer oder direkt der Neuware beigemischt. Bei sehr dünnen Folien kann eine Stopfschnecke zum Einsatz kommen. Diesen Artikel bookmarken bei Wie funktioniert Bookmarken?Mit so genannten “Social Bookmarks” können Sie Links auf interessante Webseiten mit anderen Nutzern teilen. |  |  | |  | Externe Nutzung / NutzungsrechteWenn Sie auf diesen Beitrag von Kunststoff-Magazin online verlinken möchten, können Sie einfach und kostenlos folgenden HTML-Code in Ihre Internetseite einbinden: |
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