SCOPEhandling
Kunststoff Magazin
LABOengine
Kunststoff Magazin Online - Fachportal für die Kunststoff Industrie
Home> Produktion> Extrusion>

Handling beim Extrudieren verbessert - Kompakterer Aufbau und schnelleres Rüsten für mehr Effizienz

Handling beim Extrudieren verbessertKompakterer Aufbau und schnelleres Rüsten für mehr Effizienz

Dank einer Überarbeitung kann Coperion seinen Doppelschneckenextruder in einer Compact-Variante präsentieren. Die Baureihe mit ihrem spezifischen Drehmoment von 18 Nm/cm³ biete nun einige Eigenschaften, die das Handling vereinfachen.

Doppelschnecken-Extruder

Zu den Verbesserungen zähle die Möglichkeit einer schnelleren Inbetriebnahme und damit eines früheren Produktionsbeginns, da der Steuerschrank bereits komplett vorverdrahtet geliefert wird. Darüber hinaus sei die Bauhöhe verringert worden, die Schaltschränke übersichtlich aufgebaut und das Verfahrensteil jetzt leichter zugänglich. Die Kabelkanäle sind unterhalb des Verfahrensteils angeordnet, die Schaltschränke befinden sich in Höhe von Motor und Getriebe. Der separat aufgestellte Antriebsschrank ermöglichte eine Reduzierung von Bauraum und Gewicht der Maschine. Durch wenige, eindeutig gekennzeichnete Kabelverbindungen lasse sich die Verbindung mit Steuerung und Maschine leicht und schnell herstellen. Diese Verbesserungen seien die Basis für einen schnelleren Return on Invest als bei herkömmlichen Maschinen.

Anzeige
Weitere Beiträge zuExtrusion

Der Doppelschneckenextruder ist in der Compact-Ausführung mit Schnellverschlüssen für den einfachen und schnellen Tausch des Einlauftrichters sowie mit der bedienerfreundlichen CSpro-Steuerung ausgestattet. Zur Messe soll der Extruder mit 58 Millimeter Schneckendurchmesser und ZSK-Spritzkopf samt präziser gravimetrischer Dosierung S60 von Coperion K-Tron über dem Einlaufgehäuse präsentiert werden. Weitere Ausstattungsdetails sind eine Seitenbeschickung ZS-B mit patentierter Feed Enhancement Technologie (FET) sowie eine auf einem Schwenkarm montierte KT-20-Dosierung.

Eine komplett überarbeitete Seitenentgasung sei deutlich einfacher zu montieren und demontieren. Das neue Design des Anschlussgehäuses am ZSK ist für schnelle Wechsel optimiert und erlaubt das gleichzeitige Öffnen der vier Befestigungsbolzen in einer kreisförmigen Bewegung. Zudem lassen sich die Schneckenwellen laut Anbieter zum Reinigen oder Wechseln mit wenigen Handgriffen komplett lösen. In beiden Fällen verringere sich der Zeitaufwand erheblich.

Feed Enhancement Technology

Die neue ZS-EG ist mit Radialwellendichtringen ausgestattet. Dadurch bleibe der Laternenbereich einsehbar. Darüber hinaus lassen sie eine Überlagerung mit Stickstoff in einer explosionsgefährdeten Umgebung zu. Aufgrund der neuen Dichtungen gibt es kein Vakuum in der Getriebelaterne mehr, und die getriebeseitige Wellendichtung erreiche deutlich höhere Standzeiten. Mit dem neuen Getriebe könne Seitenentgasung bei Bedarf einfach und schnell in eine ZS-B Seitenbeschickung umgerüstet werden. Da das Prinzip auch auf umgekehrte Weise funktioniert, lässt sich eine ZS-B Seitenbeschickung mit wenigen Handgriffen in eine ZS-EG Seitenentgasung umbauen.

Mehr Durchsatz mit FET
Für die deutliche Erhöhung der Einzugsleistung beim Verarbeiten von pulverförmigen Schüttgütern hat Coperion vor einiger Zeit die patentierte Feed Enhancement Technology (FET) für ZSK-Doppelschneckenextruder in den Markt gebracht. Dabei ist der Einzugsbereich mit einem porösen, gasdurchlässigen Wandsegment ausgestattet, an dem von außen ein Vakuum anliegt. Durch dieses Segment wird dem pulvrigen Schüttgut eingeschleppte Zwischenpartikelluft entzogen. Dieses Kompaktieren des Schüttguts steigere das Material-Aufnahmevermögen im Einzug betriebssicher auf das Zwei- bis Dreifache. Die Durchsatzleistung steigt deutlich, während die Compoundqualität unverändert hoch bleibt. Seit ihrer Markteinführung wurde die Technologie für den Einzugsbereich des Doppelschneckenextruders ZSK und für die zweiwellige Seitenbeschickung ZS-B eingesetzt – in Neumaschinen ebenso wie als Nachrüstung bestehender Compoundieranlagen.

Präzise Dosierungen für optimale Zuführung
Für die einfache und genaue Dosierung ist der Extruder mit einer gravimetrischen Einfachschnecken-Differentialdosierwaage K2-ML-D5-S60 von Coperion K-Tron ausgestattet. Diese erziele Dosierleistungen von 45 bis 4500 dm³/h und sei geeignet für freifließende Pulver, Granulate und andere Schüttgüter. Auf einem Drehgestell über dem Getriebe angebracht, ermögliche sie ein einfaches und flexibles Handling, gute Zugänglichkeit und damit die schnelle Reinigung.

Die Zweiwellige Seitenbeschickung ist mit einer präzisen gravimetrischen Doppelschnecken-Differentialdosierwage K-CL-SFS-KT20 ausgestattet, die sich für die Dosierung von leicht bis sehr schwer fließenden Gütern wie ballenden, feuchten, brückenbildenden Pulvern eigne. Sie erziele Dosierleistungen von 0,1 bis 45 dm³/h.

Industrie 4.0 in der Extrusion
Der auf der K-Messe ausgestellte Extruder sei für anspruchsvolle Compoundieraufgaben ausgelegt. Seine bedienerfreundliche CSpro Medium-Steuerung biete eine hochgradig standardisierte und vorgetestete Software. Sie ist mit der aktuellen Siemens SPS-Generation S7-1500 ausgestattet und mit kompakten ET200SP-Peripherie-Baugruppen über Profinet an die CPU (Central Processing Unit) angebunden. Die Integration und der Datenaustausch in übergeordnete Netzwerke wie einem ERP-system nutzt die standardisierten Protokolle OPC-DA und OPC-UA. Zusätzliche komplexe Software-Funktionen wie Rezeptur-Management, Auftrags- und Materialmanagement, Analyse der Stillstandzeiten sowie die Auswertung von Vergangenheitswerten komplettieren die Steuerung. Außerdem sei die Visualisierung des Anlagenzustands problemlos über einen Web-Browser im Netzwerk möglich. Darüber hinaus wird auch die Darstellung auf Smartphones und Tablets unterstützt. Damit ist die Steuerung geeignet für die Anforderungen von Industrie 4.0.

Anzeige

Weitere Beiträge zum Thema

Ernst Berger (links) übergibt seinen Aufgabenbereich nach 33 Jahren in der Greiner Gruppe an Günter Fellner (Bild: GPN)

PersonalieGeschäftsführerwechsel bei Fertigungsspezialist GPN

Nach 33 Jahren Tätigkeiten in Unternehmen der Greiner Gruppe, zuletzt als Geschäftsführer der GPN, einem Unternehmen der Greiner Extrusion Group und Fertigungsspezialist für Extrusionswerkzeuge und Maschinen, verabschiedet sich zum 1. Februar 2017 in den Ruhestand.

…mehr
Die Trichtermühle mit schallgedämmtem Mahlgehäuse sowie mit zusätzlichen Bypass-Trichtern an der Seite und an der Rückwand kann auch für die Zerkleinerung von Rohren, Profilen und Plattenmaterial eingesetzt werden. (Bilder: Getecha)

Mühle für die ExtrusionHöhere Effizienz ohne Tänzer

Trichtermühlen, die auch in der Extrusion eingesetzt werden können, versprechen einige Flexibilität im Einsatz. Das gilt auch für einige weitere Mühlenfeatures, die zur K 2016 präsentiert wurden.

…mehr
Die Besonderheiten Hochgeschwindigkeits-Konfektionierung konnten K-Besucher mit Hilfe der Augmented Reality-Applikation erleben. (Bilder: Starlinger)

Recyclingwerkstoffe ohne GerücheVerpackung auf PET-Basis schneller und leichter

Bis zu 140 Kastenventilsäcke pro Minute – die rekordverdächtige Produktionsanlage war Thema während der K 2016. Parallel dazu wurde erstmals der Einsatz von beschichtetem Spinnvlies als Material für sehr leichte Kastenventilsäcke zur Verpackung feuchteempfindlicher Güter wie Zement, Granulate, Saatgut, Tierfutter oder Chemikalien gezeigt.

…mehr
Die vollständige Überwachung von Qualitätsdaten in der Extrusion ist ein Einsatzgebiet der Messtechnik. (Bild Elovis)

Besser messenMesstechnik für das smarte Qualitätsmanagement

Mit laut Herstellerangaben vergleichsweise kostengünstigen, einfach zu bedienenden und dabei robusten Messsystemen sollen sich verschiedene Prozesse erstmals wirtschaftlich vollständig überwachen lassen.

…mehr
Auf geringer Fläche hohe Extrusionsleistung unterbringen mit dem Vertikalextruder. (Bilder: W. Müller)

Extrusion per SatellitAus- und Nachrüstung mit Schwerpunkt UN-Kanister-Produktion

Einen besonders durchsatzstarken Satellitenextruder – unter anderem zur Herstellung mehrschichtiger Stapelkanister nach UN-Normen – soll einerseits Produktionsfläche einsparen und sich zudem zur Nachrüstung von Mono-Anlagen eignen.

…mehr
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Neue Stellenanzeigen