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Serienfertigung - Leichtbau: Fraunhofer-Projektzentrum startet in Wolfsburg

SerienfertigungLeichtbau: Fraunhofer-Projektzentrum startet in Wolfsburg

Am neuen Fraunhofer-Projektzentrum in Wolfsburg arbeiten drei Fraunhofer-Institute mit Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Region an Systemlösungen zur Serienfertigung von ressourcenschonenden und kostengünstigen Leichtbaukomponenten für die Automobilindustrie. Am 22. April 2015 unterzeichneten der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil, Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, neben weiteren Partnern eine Vereinbarung über diese Kooperation am Forschungsstandort Niedersachsen.

Projektzentrum Leichtbau

Mit der Gründung des Open Hybrid Labfactory e.V. (OHLF) in Wolfsburg am im Mai 2013 hatte sich ein Verbund von Partnern aus Industrie und Wissenschaft zusammengefunden, der die Entwicklung einer umfassenden Wertschöpfungskette ermöglichen soll. Mit diesem Ziel vor Augen kombinieren die Projektpartner verschiedene Materialien, entwickeln neue Verfahren, um Faserverbundwerkstoffe herzustellen und nachwachsende Rohstoffe zu verarbeiten bis hin zum Recycling. Andere Themen sind: Effizienz steigern und Emissionen senken sowie industrielle Serienfähigkeit ermöglichen. Dies möchten die Forscher bei ihrer Arbeit zur Material- und Prozessentwicklung in Pilotprozessen demonstrieren.

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Das Fraunhofer-Projektzentrum ist Teil des OHLF und ergänzt die bestehenden Aktivitäten. Das Land Niedersachsen, die Fraunhofer-Gesellschaft, Volkswagen und weitere Industriepartner finanzieren das Projektzentrum. Ein weiterer Forschungspartner und Initiator des OHLF ist die TU Braunschweig. Für die Aufbauphase stehen in den nächsten fünf Jahren insgesamt 33 Millionen Euro als Finanzierung am Standort Wolfsburg zur Verfügung. Fraunhofer und das Land Niedersachsen übernehmen den maßgeblichen Teil der Kosten für die Investitionen in die Erstausstattung des Projektzentrums, vor allem für die benötigte Anlagentechnik.

Die Wissenschaftler starten mit vierzehn Projekten für zukunftsträchtige Leichtbaulösungen. Dazu gehört beispielsweise die Oberflächenvorbehandlung von Fasern und Faserhalbzeugen, um die Produktionsgeschwindigkeit der Leichtbaumaterialien zu erhöhen und die Qualität von Verbundwerkstoffen zu verbessern. Für neue Werkstoffkombinationen benötigt man innovative Füge- und Fertigungstechnologien. Daneben sollen auch Naturfasern für die neuen Materialien aufbereitet und integriert werden. Immer mit dem Blick auf eine effiziente Fertigung von Faserverbundbauteilen in mittleren und großen Stückzahlen werden entsprechende Fertigungsanlagen im Rahmen des Projektzentrums entwickelt und aufgebaut.

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