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Schweißen in der Medizintechnik

Neues für die MedizintechnikKunststoff schneller schweißen

Die Medizintechnologie stellt besonders hohe Ansprüche an Fertigungstechnologien. Für das Kunststoff-Laserschweißen in dieser Branche werden neuen Entwicklungen vorgestellt.

Die Software Proset 3D importiert Bauteile und Halterung direkt aus den CAD-Entwürfen. (Bild: LPKF)

Prozesssicherheit und Automatisierung sind zwei Zielgrößen der Schweißtechnik in der Medizintechnik. Dementsprechend liefert LPKF Laserschweißsysteme mit einem kalibrierten Arbeitsbereich, Soft-SPS und der CAM-Software LPKF Proset 3D. Letztere übernimmt die CAD-Daten für das Spannwerkzeug und das Produkt und ermittelt daraus laut Anbieter in wenigen Minuten optimale Schweißkonturen, auch mit einer in Z-Richtung variierenden Schweißebene. Dank kalibriertem Arbeitsbereich lassen sich diese Daten direkt an die Schweißsysteme übertragen – und damit sei die Projekteinrichtung bereits abgeschlossen. Eine weitere Einrichtung am Schweißsystem sei nicht erforderlich, die erzeugten Prozessparameter lassen sich demnach ohne weitere Modifikation mit den Lasersystemen abarbeiten.

Als Premiere zur Medtec ist eine Lösung für Schweißmaschinen angekündigt. Die Software Weldpro Light übernimmt die Prozessdaten aus Proset 3D, nach einer einmaligen Maschinenkalibrierung gelinge die Prozessdatenübertragung problemlos. Ein weiteres Exponat ist die Inlineweld 6200. Dieses System wird in Produktionslinien integriert. Es verfügt über eine Profinet-Schnittstelle und wird über das MES angesteuert. Neu auf der Medtec ist die Version mit einem Feinfokus-Laser. Diese Ausführung ist für besonders feine und präzise Schweißungen vorgesehen und kann für Schweißnähte mit Breiten zwischen 0,7 und 2,5 Millimeter eingesetzt werden.

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Zu den Qualitätsansprüchen der Medizintechnik passt das Transmissionsmessgerät TMG 3. Es ermittelt Absorptionswerte von Bauteilen als Stand-alone- oder Integrationslösung in der Wellenlänge des Schweißlasers. Dank Zertifizierung der Physikalisch-Technische Bundesanstalt werden diese Messgeräte seit Dezember 2016 mit einem Werkskalibrierschein ausgestattet und erfüllen die Maßgaben der DIN 9001 für die lückenlose Produktüberwachung im Herstellungsprozess.

Eine Lösung für die Herstellung flacher Klar-Klar-Schweißungen nutzt einen Laser mit einer Wellenlänge von rund 2000 Nanometer. Die Schweißung geschieht über eine präzise Fokussierung auf die Schweißebene. Die Precisionweld ist ein kompaktes Schweißsystem für die Herstellung von Mikrofluidiken. Dank neuer Lasertechnologie und einer speziellen Überdruck-Spanntechnik gelinge es, transparente Mikrofluidiken zu schweißen, ohne die empfindlichen Kanäle zu beinträchtigen.

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