SCOPEhandling
Kunststoff Magazin
LABOengine
Kunststoff Magazin Online - Fachportal für die Kunststoff Industrie
Home> Wirtschaft + Unternehmen> Branchen, Märkte, Verbände> Archiv>

Interseroh entwickelt mit Henkel Produkte aus Recyclingkunststoff

Pritt und Interseroh schließen den KreislaufInterseroh entwickelt mit Henkel Produkte aus Recyclingkunststoff

Die Henkel AG und Co. KG hat in Zusammenarbeit mit der INTERSEROH Dienstleistungs GmbH, einer Tochter des Recyclingdienstleisters und Rohstoffversorgers ALBA Group, erstmals Produkte aus Recyclingkunststoff entwickelt. Es handelt sich dabei um einen Pritt Kleberoller und einen Pritt Correction Roller, deren Gehäuserückwand aus dem von Interseroh entwickelten und mehrfach ausgezeichneten Recyclingkunststoff Procyclen hergestellt wird. Als Ausgangsmaterialien hierfür dienen Polystyrol-Abfälle unter anderem aus gebrauchten Verpackungen und der werkseigenen Produktion von Henkel.

Pritt Kleberoller und einen Pritt Correction Roller


"Unsere Zusammenarbeit mit Henkel ist richtungsweisend, da hier das System der Kreislaufwirtschaft in idealer Form praktiziert wird. Werthaltige Materialien werden nach Ablauf der aktiven Produktnutzung erfasst und aufbereitet und als hundertprozentiges Neuwarensubstitut wieder eingesetzt. Das spart Primärressourcen und schont das Klima", so Dr. Manica Ulcnik-Krump, Leiterin Forschung und Entwicklung recycled-resource bei Interseroh.

Anzeige
Weitere Beiträge zuKunststoffrecycling


Peter Rushe, Head of Global Packaging im Henkel Geschäftsfeld Klebstoffe für Konsumenten, Handwerk und Bau, betont: "Als Vorreiter im Bereich Nachhaltigkeit treiben wir mit unseren Produkten und Technologien Fortschritte entlang der gesamten Wertschöpfungskette voran - immer mit dem Ziel, mehr Wert bei einem gleichzeitig verkleinerten ökologischen Fußabdruck zu schaffen. Nachhaltigkeit ist für uns untrennbar mit Effizienz verbunden. Für Konsumenten steigt die Bedeutung von nachhaltigen Produkten, ohne dass sie auf Leistung verzichten möchten. Unser Pritt Kleberoller und der Pritt Correction Roller werden vor allem im Büro eingesetzt, weil sie handlich sind und einen sauberen Materialauftrag garantiert. Wir setzen hier gezielt darauf, nachfüllbare Roller anzubieten, um Abfall zu vermeiden. Dass wir für das Gehäuse nun Recyclingkunststoff einsetzen können und in Interseroh einen zuverlässigen Lieferanten für dieses Material gefunden haben, zahlt zu 100 Prozent auf die Henkel Nachhaltigkeitsstrategie ein."

Durch die individuelle Rezeptur erfüllt das im "recycled-recource"-Verfahren hergestellte und aus nahezu 100 Prozent Recyclingmaterial bestehende Procyclen höchste Erwartungen in Bezug auf Fließfähigkeit, Schlagzähigkeit, Steifigkeit, UV- und Hitzebeständigkeit. Kunden können unter etlichen Farben aus dem RAL-Farbsystem wählen. Für den Pritt Kleberoller wurde der Farbton Rot, für den Pritt Correction Roller der Farbton Blaugrau verwendet.


Interessant für die Hersteller von Kunststoffprodukten ist die Möglichkeit, Procyclen je nach individueller Anforderung und Einsatzzweck aus einer Vielzahl von Altkunststoffen herzustellen. Neben Polystyrol wie etwa für die Herstellung des Pritt Kleberollers können u.a. auch Materialien wie Polypropylen oder High-Density-Polyethylen aufbereitet werden. Der Einsatz von Procyclen gewährleistet nicht nur höchste Materialqualität, er ist zudem nachhaltig und umweltverträglich, wie eine Studie des Fraunhofer-Instituts UMSICHT aus 2013 belegt: So lassen sich allein durch den Einsatz von einer Tonne Procyclen im Vergleich zum Einsatz von Primärkunststoffen die Treibhausgase um 493,5 Kilogramm reduzieren. Das entspricht einer Einsparung um 30 Prozent. Zudem werden 10.488 Kilowattstunden weniger verbraucht, das entspricht dem Primärenergiebedarf von 18.400 Waschladungen.

Anzeige

Weitere Beiträge zum Thema

Erema Stammsitz

Erfolgreich mit RecyclinganlagenErema meldet Rekordumsatz

Der österreichische Recyclinganlagen-Hersteller meldet mit 122 Millionen Euro Umsatz für das Geschäftsjahr 2015/2016 ein von 5 Prozent – und damit erneut einen Rekord in der Unternehmensgeschichte.

…mehr
Siempelkamp

Zerkleinerung und RecyclingSiempelkamp erhöht Beteiligung an Pallmann auf 45 Prozent

Die Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH meldet die Erhöhung ihrer Minderheitsbeteiligung an der Pallmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG mit Stammsitz in Zweibrücken auf 45 Prozent.

…mehr
Gewässerschutz

Thema UmweltschutzPlasticseurope: Kunststoffabfälle gehören nicht ins Meer

Eine pfiffige Idee hat der Branchenverband Plasticseurope entwickelt: Auf einem Gemeinschaftsstand von Messeveranstalter, Industrie und Sportverbänden während der „Boot 2016“ soll über das Thema Gewässerschutz informiert werden.

…mehr
Verschmutzte Landwirtschaftsfolie

Neue LösungenPost-consumer-Recycling effizienter gestalten

Neue Lösungen für das Waschen, Trennen und Trocknen von Kunststoffabfällen sollen sich vor allem durch geringere Betriebskosten und höheren Wirkungsgrad auszeichnen.

…mehr
Kunststoff-Waschanlage

Recycling-WaschanlagenKunststoff-Waschanlage besser maßschneidern

Aus Post-Consumer-Scrap lassen sich hochwertige Rezyklate herstellen, wenn alle Aufbereitungsschritte optimal aufeinander abgestimmt sind. Ein qualitäts- und kostenbestimmender Faktor ist die Effizienz beim Waschen und Trocknen.

…mehr