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GewässerschutzInitiative „Null Granulat Verlust“

Mehr als 50 Mitgliedsfirmen der IK – Industrievereinigung Kunststoffverpackungen wurden laut Verbandsangaben im Rahmen der IK-Initiative „Null Granulatverlust“ zertifiziert. Sie zielt darauf ab, den Verlust von Kunststoffgranulaten in die Umwelt zu verhindern.

Beispiele für Maßnahmen zur Reduzierung von Granulatverlusten. (Bild: IK)

Mit der qualitativen Auswertung der Teilnahmebögen sollen sich jetzt erstmalig die bisherigen Hauptursachen für Granulatverluste erkennen und wirkungsvolle Gegenmaßnahmen ableiten lassen. Inzwischen seien eine Reihe praxiserprobter Maßnahmen gegen Granulatverlustes identifiziert. Davon können die bisherigen neue Teilnehmer der Initiative sowie letztlich die Umwelt profitieren.“

Demnach lasen sich drei Prozessschritte identifizieren, bei denen ein Großteil der Betriebe Granulatverluste feststellte: An der Entladestelle für Silowagen und im Silobereich, beim Handhaben von Säcken und Granulatbehältern, besondere bei der Warenannahme, sowie an den Förderleitungen und -anlagen. An diesen neuralgischen Punkten waren es bisher die Wechsel der Ladungsträger oder das Öffnen und Schließen von Fördersystemen, die zum Verlust des Granulats führten. Ein ebenso klares Bild zeichnet sich ab für die wirkungsvollsten Maßnahmen gegen die möglichen Einträge in die Umwelt. Eine wichtige Rolle spielen die Mitarbeiter – auf Seiten der Kunststoffverarbeiter sowie auf Seiten der Logistikdienstleister. Ihre Sensibilisierung für das Thema Granulatverlust und die Schulung zu aktiven Gegenmaßnahmen sind für den Erfolg der Initiative maßgeblich. Als zielführend haben sich auch Investitionen in das Reinigungsequipment, beispielsweise Kehrmaschinen, sowie in bauliche Maßnahmen erwiesen. Gullys werden jetzt eher mit Sieben gesichert, Entladestationen wurden eingehaust und Verkehrsflächen zur einfacheren Reinigung asphaltiert. Wenn nötig, wurden auch die Förderleitungen mit neuen Kupplungssystemen ausgestattet.

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Weitere Beiträge zuUmweltschutz

Die Initiative „Null Granulatverlust“ ist Teil des globalen Engagements der Kunststoffindustrie zu „Zero Pellet Loss“ und „Operation Clean Sweep“. Nur ein geringer Teil der Kunststoffabfälle in den Weltmeeren besteht laut Verband aus Granulaten. Doch auch sie werden in Flüssen, an Stränden und im Meer gefunden. Ein Zustand, den die Kunststoff erzeugende und verarbeitende Industrie gemeinsam mit Logistikdienstleistern eindämmen will.

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