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Verpackung und Isolierung aufbereiten - EPS-Recycling – Technik auf den Bedarf zuschneiden

Verpackung und Isolierung aufbereitenEPS-Recycling – Technik auf den Bedarf zuschneiden

Das Recycling von Komponenten von EPS (Expandiertes Polystyrol) erfordert unterschiedliche Technologien – je nach zu verarbeitenden Materialien und gewünschtem Ergebnis. Dementsprechend benötigen Recyclingunternehmen flexibel anpassbare Anlagenkonzepte.

EPS (Expandiertes Polystyrol)

EPS-Recycling muss eine große Bandbreite an Qualitäten abdecken. Denn Verpackungskomponenten, wie sie zur Stoßsicherung eingesetzt werden, liegen in der Regel sehr rein vor. Das andere Extrem sind mit mineralischen Verunreinigungen durchsetzte Isolationsplatten von Hausfassaden. In der Regel müssen Recycling-Dienstleister aber mit einem inhomogenen Chargengemisch aus trockenem, staubigem oder feuchtem Material fertig werden. Dementsprechend setzt der Rcycling-Dienstleister Fischer auf Artec-Anlagen aus modular kombinierbaren Modulen, die eine entsprechende Prozessanpassung ermöglichen.

Vor dem eigentlichen Recycling steht die Aufbereitung des Eingangsmaterials. Denn das wird in der Regel zur Volumenreduktion an den Sammelpunkten zu Ballen verdichtet, die durch einen Schredder in Bruchstücke mit annähernd gleicher Größe überführt werden müssen. Dieses Materialgemenge passiert auf einem Steigförderband einen Metallabscheider, bevor es in den Schneidverdichter gelangt und von dort dem anschließenden Plastifizier-Extruder zugeführt wird. Der Schneidverdichter zerkleinert, entfeuchtet, homogenisiert und verdichtet das Aufgabematerial mit Hilfe einer zweckmäßig optimierten Anordnung der im Verdichtergehäuse rotierenden Cutter-Messer in einem Prozessschritt. Im rotierenden Materialstrom entsteht durch Friktion zwischen den Kunststoff-Partikeln die zur Entfeuchtung notwendige Wärme. Da keine weitere Heizenergie zugeführt werden muss, ist das eine energiesparende Trocknungsmethode. Absaugeinheiten entfernen den für die Weiterverarbeitung störenden Staubanteil und die Feuchtigkeit. Die Artec-Schneidverdichter sind laut Unternehmen zur Verarbeitung von Aufgabematerial mit maximal 25 Prozent Feuchtigkeitsgehalt geeignet.

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EPS-Aufbereitungsanlage
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EPS-Recycling mit Entwicklungen aus der Praxis
Die Fischer Gruppe mit Firmensitz in Achern, im äußersten Westen von Baden-Württemberg, hat sich auf das Recycling der gesamten Bandbreite an EPS-Materialien spezialisiert. Sie setzt seit rund zehn Jahren an den Betriebsstandorten Achern, Hildesheim und Marienberg auf die Artec-Anlagentechnik. Insgesamt sind fünf Anlagen in Betrieb. Dazu Volkmar Jürgens, Technischer Leiter des Betriebs Hildesheim: „Wir sind im Laufe Zeit gewachsen. So lässt sich erklären, warum unsere Anlagen in unterschiedlichen Größen angeschafft wurden. Nach der Einführung der Modul-Serie haben wir zwei weitere, leistungsfähigere Anlagen geordert, die einen konstant höheren Output liefern.“ Die Anlagenleistung sei im Laufe der Zusammenarbeit nicht ausschließlich durch Vergrößern der Anlagenkomponenten erreicht worden, sondern durch eine enge Zusammenarbeit beider Unternehmen, bei der die praktischen Betriebserfahrungen eingeflossen seien und so die Prozess-Effizienz deutlich gesteigert worden sei.“

Als Ergebnis der Zusammenarbeit hat sich eine Anlagenkonfiguration mit der Typenbezeichnung Modul 750 als „Standard“ für das EPS-Recycling etabliert. Sie steht für die Kombination eines drehzahlgeregelten Schneidverdichters mit einem speziell auf die EPS-Verarbeitung abgestimmten Einschnecken-Extruder inklusive Doppel-Entgasung.

EPS-Ballen

Die Anlagenkonzeption sieht vor, dass die nach dem Plastifizieren in der Polymerschmelze noch enthaltenen Verunreinigungen wie Holzpartikel, Papier oder Sandkörner über ein Permanentfiltersystem, üblicherweise ein Metallbandfilter, geführt und dort zurück gehalten oder abgetrennt werden, bevor die gereinigte Schmelze durch die Granulieranlage läuft. Hier folgt eine weitere Reinigung durch Abtrennung des bei der Granulierung anfallenden Feinanteils zusammen mit dem Prozesswasser.

Dass in der Recyclingtechnik noch viel Effizienzpotenzial steckt, habe die Zusammenarbeit mit den Anwendungstechnikern des Anlagenlieferanten gezeigt, erklärt Volkmar Jürgens. Dies gelte nicht nur für das EPS-Recycling, sondern in ähnlichem Umfang für alle Bereiche der Kunststoff-Aufbereitung. Artec erwartet, dass der Anteil der aus „Post-consumer-Materialien“ gefertigten Formteile zunehmen wird, aus Umweltschutzgründen, aber auch, weil die Verwendung qualitativ hochwertiger Sekundärrohstoffe wirtschaftlich sei.

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