3D-Druck in der Industrie

Additive Fertigung – Kooperationschancen mit Henkel

Das Interesse war enorm. Vereinsmitglied Henkel als Gastgeber und Kunststoffland NRW begrüßten mehr als 50 Interessenten aus Unternehmen, die mehr über die Aktivitäten von Henkel zur „Additiven Fertigung“ zu erfahren und eventuell zu netzwerken.

Einblicke in die Labore bei Henkel. © Henkel

Genau hier lag auch die Motivation von Henkel, wie R&D-Manager Dirk Kasper offen bekannte: „Im Sinne von Open Innovation brauchen auch wir engagierte und leistungsstarke Partner, damit unsere Ideen und Kompetenzen rund um das Thema 3D-Druck zu echten Innovationen und nachhaltigen Markt-erfolgen führen." Als Bindeglied zwischen Druckerherstellern und klassischen Industrieanwendern wolle der Konzern die konkreten Industrieanforderungen rund um den 3D-Druck genauer verstehen und grundlegende Fragen klären helfen. Was sind reale Limitierungen? Welche Anwendungen lassen sich identifizieren? Wie lassen sich 3D-Bauteile perspektivisch in klassische Prozessketten einbauen? Generell beurteile man die Perspektiven des 3D-Drucks als ressourcenschonende und materialeffiziente Produktionsweise positiv, so die Sicht bei Henkel. Entsprechend verfüge man bereits in Kooperation mit HP und Carbon über ein umfassendes 3D-Portfolio und könne konkrete Lösungen anbieten, die von der spezifischen Materialentwicklung bis zu umfassenden Services rund um den 3D-Druck, wie Unterstützung bei Design, Engineering und Post Processing reichen.

Noch mehr Praxiseinblicke in aktuelle Tätigkeitsschwerpunkte von Henkel zum Thema erhielten die Veranstaltungsteilnehmer bei der anschließenden Führung durch die Labore des Konzerns – und waren von der Offenheit und Kooperationsbereitschaft des gastgebenden Unternehmens einmal mehr positiv überrascht. Henkel sucht Kooperationspartner für 3D-Materialentwicklung, Design-Engineering und Prozessentwicklung. Besonders sind hier auch KMUs und Start-ups angesprochen.

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Kein Wunder, dass lebhafte Diskussionen und engagierte Rückfragen auch den letzten Teil der Veranstaltung bestimmten, bis hin zum konkreten Austausch der jeweiligen Kontaktdaten. Vernetzung konkret – alles spricht dafür, dass dieses Ziel hier erreicht werden konnte!

Mit seiner besonderen Mitgliederstruktur, die die gesamte Wertschöpfungskette Kunststoff abbildet, erwies sich der Verein Kunststoffland NRW als idealer Partner, der sowohl die Plattform lieferte als auch potentielle Interessenten treffsicher zusammenbrachte. Nach wie vor nehme das Thema Additive Fertigung in der Branchenorganisation breiten Raum ein, betonte Peter Barlog, Geschäftsführender Gesellschafter der Barlog Gruppe und im Vorstand von Kunststoffland NRW zuständig für diesen Schwerpunkt. Aus der Automobilindustrie konnte er brandaktuell vom Treffen zwischen Kunststoffland und Ford berichten, das unmittelbar vor der Veranstaltung mit Henkel stattgefunden hatte und teilweise ebenfalls dem Thema Additive Fertigung gewidmet war. Mit großer Selbstverständlichkeit würden bei Ford inzwischen Hilfsvorrichtungen für die Fertigung per 3D-Druck hergestellt, ebenso sei der Ersatzteilbedarf für die Automobilindustrie offenbar ein ganz großes Thema. Auch hier sei jedoch deutlich geworden, dass viele Detailfragen immer noch unbeantwortet blieben. Aus diesem Grunde nehme das Interesse am gemeinsamen Austausch rund um den 3D-Druck weiter zu.

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