Schneller zum Bauteil

Meinolf Droege,

3D-Druck-Software mit neuen Funktionen

Eine neue Softwareversion für die additive Fertigung ist mit Funktionen ausgestattet, die die gestiegenen Anforderungen der Kleinserienfertigung von 3D-Druckteilen erfüllen soll.

Die überarbeitete Software soll mehr Möglichkeiten und komfortable Bedienung bieten. © CT CoreTechnologie

In der neuen Version steht laut Anbieter CT CoreTechnologie erstmals eine Anwendungsschnittstelle (API) für Hewlett Packard und Photocentric-Maschinen zur Verfügung, um die am Computer erzeugten Slicing-Daten zeitsparend direkt an den Drucker zu senden. Als weiteres Highlight wird das überarbeitete Texturen-Modul genannt, mit dem die Flächen von CAD-Modellen sowie STL-Körpern schnell und einfach mit Oberflächenstrukturen aufgewertet werden können. Neben der Möglichkeit, eigene Designs aufzubringen, stehen mehr als 5000 vordefinierte Muster zur Auswahl. Zudem können Logos und QR-Codes erzeugt und Texte sowie inkrementelle Teile-IDs auf Bauteilen angebracht werden.

Speziell für Pulverbettverfahren sind die Nesting-Funktionen verbessert worden, um die schnelle und thermisch optimierte Füllung des Bauraums zu gewährleisten. Mit der neuen Version werden mithilfe des auf KI-Algorithmen basierenden Verfahrens gezielt freie Bereiche im Bauraum gefüllt und konstante Slice-Flächen der einzelnen Ebenen gewährleistet. Die hohe Berechnungsgeschwindigkeit resultiere aus der Nutzung aller verfügbaren Prozessoren des Computers. Es sei möglich, das Nesting von Teilen manuell vorzubereiten und optional für jedes Bauteil individuell die Freiheitgrade um die drei Dimensionen zu definieren.

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Die neue Positionskorrektur für SLS- und SLM-Bauteile dient der Vermeidung von Oberflächenfehler durch Zick-Zack-Fahrten des Lasers auf der untersten und obersten Slice-Schicht der Bauteile. Für das manuelle Positionieren bietet die Software eine Powercopy-Funktion unter Verwendung einer Voxel-Darstellung der Modelle für hohe Packdichte. Eine automatische Reparaturfunktion für Scan-Daten liefert schnell geschlossene und homogene STL-Modelle. Überarbeitet wurden auch die Funktionen zum Schneiden von CAD- und STL-Modellen, wobei in der neuen Version verschiedene Fügemuster wie Pins oder Nuten zur Verfügung stehen.

Die Software liest CAD-Formate und tesselierten Formate wie Catia, Nx, Solidworks, Creo, Step sowie STL, 3mf und amf. Aus CAD-Daten werden Bemaßungen, Toleranzen und Ansichten sowie alle Attribute und Konstruktionselemente dargestellt. So stehen lückenlos alle Fertigungsinformationen zur Verfügung. Infolge der Bearbeitung können STL-, 3mf-, amf- oder exakte Step-Modelle gespeichert werden. Nach dem Multiprozessor basierten Slicen werden sli- und slc-Formate oder Bitmaps als jpg- und png-Datei sowie Vektorgrafiken im svg-Format gespeichert. Das grafische User Interface (GUI) sei leicht bedienbar und stelle den Arbeitsablauf zur Vorbereitung von 3D-Teilen für die additive Fertigung in Form nacheinander geschalteter Workshops dar.

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