SLM-Verfahren

Annina Schopen,

Additiv gefertigte Heißkanaltechnik

Vor einem Jahr hat Witosa seine additiv gefertigte einteilige Monolith-Heißkanaldüse auf den Markt gebracht. Der Absatz der Produkte sei seit Einführung rasant gestiegen, und so wurde der Bereich additive Fertigung in der Forschung und Entwicklung weiter ausgebaut. Auf der K 2022 hat das Unternehmen weitere im SLM-Verfahren gefertigte Produkte vorgestellt.

Dazu gehören zum einen die Energy Blocker, die ersten additiv gefertigten Druckstücke, die den Energieverbrauch der Heißkanalverteiler um bis zu 52 % gegenüber marktüblichen Verteilersystemen mit Titan- oder Keramikdruckstücken senken. Außerdem wurden die ersten additiv gefertigten Nadelverschlussheißkanaldüsen in verschiedenen Baugrößen vorgestellt. Ebenso wie bei der offenen Variante der Monolith-Düse ist der Grundkörper im SLM-Verfahren gefertigt und hat dank KI eine eingedruckte „Intelligenz“, bestehend aus einem Isolations- und Wärmeleitsystem. Die Nadelführung konnte dabei durch die thermische Gestaltung der Monolith-Nadelverschlussdüse näher an den Anspritzpunkt gelegt werden. Dies garantiere eine höchstmögliche Lebensdauer der Anspritzpunkte und Präzision beim Einfahren in den Verschlussdurchmesser, verspricht der Hersteller. Die Nadelführung selbst ist dabei als ein separates Bauteil aus pulvermetallurgischem Stahl ausgeführt und somit von der ansonsten monolithischen Düse lösbar und austauschbar.

Insbesondere für die Kunden der Medizin-, Pharma- und Verpackungsbranche wurde in Düsseldorf ein weiteres SLM-gedrucktes Highlight als Weltpremiere gezeigt: die Monolith-Heißkanaldüse als schwimmende Variante. Hierbei wird die bestehende Heißkanaldüse durch einen hochtechnologischen, ebenfalls SLM-gedruckten, Düsenkopf ergänzt. Der Düsenkopf enthält, ebenso wie die Monolith-Düse, ein eingedrucktes Wärmeleitsystem und isoliert die Düse somit gegen die Spritzgussform ab. Hohe Energieverluste seien somit eliminiert worden.

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Außerdem wurden für die Monolith-Baureihe eine Vielzahl an aufgeschraubten Vorkammervarianten gezeigt. Witosa kann somit ab sofort das gesamte Portfolio an Anwendungen mit den Heißkanaldüsen der Baureihe abbilden. Aufgrund der weiter zu erwartenden stark steigenden Nachfrage wurden ebenfalls die Druckkapazitäten massiv erweitert, und mit Start der neuen Produkte stehen diese den Kunden zur Verfügung. Witosa-Geschäftsführer Torsten Glittenberg: „Wir bieten der kunststoffverarbeitenden Industrie nicht nur das Potential, qualitativ hochwertige Produkte effizient herzustellen, Energie zu sparen und somit Kosten zu minimieren. Wir bieten der Branche, besonders im deutschsprachigem Raum, eine Chance, im Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein.“

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