Additive Fertigung bei Oerlikon Balzers

Annina Schopen,

Flexible Oberflächenbearbeitung von 3D-Druck-Komponenten

In ihrem Labor in Liechtenstein produziert Oerlikon Balzers mit der additiven Fertigungstechnologie Prototypen sowie Komponenten in kleinen Serien. Um bei der Oberflächenbearbeitung dieser Werkstücke eine größere Flexibilität zu erzielen, nutzt das Unternehmen zwei M1 Basic Anlagen von AM-Solutions.

Simon Kresser (r.): „Die M1 Basic ist ein kompaktes System, das vielfältige Möglichkeiten der Oberflächenveredelung bietet und absolut flexibel ist." © Oerlikon Balzers

Oerlikon Balzers ist ein Lieferant von verschleißbeständigen Beschichtungen, die sowohl die Leistung als auch die Lebensdauer von Präzisionskomponenten sowie Schneid- und Umformwerkzeugen erheblich verbessern. Die Balzers Forschungsabteilung, die Dünnfilm und andere innovative Beschichtungen entwickelt, benötigte eine größere Flexibilität für die Oberflächenbearbeitung. Aus diesem Grunde beschloss die Firma, ein entsprechendes System zu installieren, mit dem die Oberfläche von konventionell und additiv gefertigten Komponenten – vor und nach dem Beschichtungsprozess – verbessert werden kann. Die Komponenten werden mit industriellen PVD-Beschichtungen versehen und im Labor auf Abrieb und Verschleiß getestet. Für die Oberflächenbearbeitung wählte Balzers zwei M1 Basic Systeme von AM-Solutions.

Kürzere Durchlaufzeiten und vereinfachte Prüfverfahren

In der Forschung und Entwicklung kommt es darauf an, die Zuverlässigkeit sowie Stabilität von Prozessen zu prüfen. Dies erfordert häufig die Durchführung umfangreicher Testreihen. Hinzu kommt, dass die diversen Oerlikon-Fertigungsstätten häufig spezielle Kundenanforderungen erfüllen müssen. Um die Projektdurchlaufzeiten zu verkürzen, wurde entschieden, die Abteilung für Produktentwicklung und Fertigungstechnologien bei Balzers mit einem eigenen Oberflächenbearbeitungssystem, nämlich der M1 Basic Anlage, auszustatten.

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Hohe Anlagenflexibilität

Die M1 Basic in der Oerlikon Forschungs- und Entwicklungsabteilung kann flexibel in die diversen Prozesse integriert werden. Die Maschine ist kompakt und erfordert deshalb einen geringen Platzbedarf. Da sie mit einem eingebauten Prozesswasserkreislaufsystem ausgestattet ist, kann sie problemlos an verschiedenen Standorten eingesetzt werden. Simon Kresser, als Projektingenieur für die mechanische Vor- und Nachbearbeitung bei Oerlikon zuständig, erläutert: „Die M1-Basic-Anlage kann für unterschiedliche Oberflächenbearbeitungsaufgaben verwendet werden und ist sehr flexibel einsetzbar. Der Arbeitsbehälter kann beispielsweise in verschiedene Kammern aufgeteilt werden. Dies erlaubt die simultane Erledigung verschiedener Aufgaben mit unterschiedlichen Werkstücken in einem einzigen Bearbeitungsprozess.” Auch die Bearbeitung der Komponenten mit unterschiedlichen Schleifkörpern ist möglich. Eine Oberfläche kann beispielsweise in einem ersten Bearbeitungsschritt vorgeglättet werden, um dann in einem zweiten Schritt mit einer Hochglanzpolitur versehen zu werden.

Die M1 Basic sei besonders bedienerfreundlich, so der Hersteller. Ein weiterer Vorteil sei, dass die Anlage sowohl für die Bearbeitung von komplexen Einzelteilen als auch kompletter Chargen kleinerer Werkstücke einsetzbar ist. Die Maschine ist mit einer intelligenten Steuerung ausgestattet. Durch das Abspeichern unterschiedlicher Bearbeitungsprogramme ist die M1 Basic flexibel einsetzbar. Aufgrund einer speziellen Schallschutzeinrichtung ist die Lärmemission der Anlage unter 78 dB(A). Dies entspricht etwa der Geräuschentwicklung eines PKWs.

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