Barlog auf der Formnext 2022

Annina Schopen,

Kosten sparen bei der Produktentwicklung

Auf der Formnext präsentiert Barlog seine Dienstleistungen und zeigt, wie Prototypen näher an Serienbauteile herangebracht werden können: Selbst laufende Prozesse können mithilfe von Simulationen des CAE-Consultings optimiert werden und somit zu Kosteneinsparungen verhelfen.

Barlog stellt auf der Formnext seine Entwicklungsdienstleistungen für Kunststoff-Verarbeiter vor. © Barlog

Barlog stellt auf der Formnext sein Spektrum an maßgeschneiderten Entwicklungsdienstleistungen für Kunststoff-Verarbeiter vor. Unter der Leitlinie „von der Idee bis zur Serienreife“ fokussiert sich das Unternehmen neben den Schwerpunkten Artikelentwicklung und Prototypenbau für den Spritzguss verstärkt auch auf Aspekte, die der Umweltschutzgedanke der Branche heute abverlangt: Agiles Design for Manufacturing und die Ermittlung von Materialdaten, auch von recycelten Kunststoffen, für die Simulation. Bereits laufende Spritzguss-Prozesse lassen sich mit Fähigkeitsanalysen im Bereich der Qualitätssicherung, beispielsweise mithilfe von CT-Analysen der Formteile, immer weiter verbessern.

Mit diesen Dienstleistungen fasst Barlog Plastics die Steigerung der Wirtschaftlichkeit bei der Kunststoffverarbeitung stärker ins Auge und möchte dadurch für die Vermeidung unnötiger Abfälle und eine Reduzierung der CO2-Emissionen sorgen. Eine höhere Bauteilqualität steht zudem für eine höhere Lebensdauer –und damit für Müllvermeidung – bei gleichzeitig gesteigerter Wertschöpfung.

Eco-Consulting: Nachhaltigkeit für die Produktentwicklung

„In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je auf Nachhaltigkeit und CO2-Einsparungen Acht zu geben“, so Frank Barlog, geschäftsführender Gesellschafter, „und so haben wir es uns zum Ziel gemacht, nicht nur unseren eigenen Carbon Footprint zu reduzieren sondern diesen auch entlang der gesamten Lieferkette zu verbessern.“ Der Blick des Kunststoffexperten ist dabei sowohl „upstream“ in Richtung Zulieferer als auch „downsteam“ in Richtung Kunden und deren Produkte gerichtet.

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Hierzu wurde Eco-Consulting eingeführt, welches in drei Leistungsbausteine aufgeteilt ist, die zu einem Ziel führen sollen: Nachhaltigkeit für die Produktentwicklung der Kunden. Die Eco-Selection unterstützt den Kunden unter Berücksichtigung der Ressourcen unseres Planeten bei der Auswahl des für das geplante Bauteil richtigen Werkstoffs. Eco-Design bildet den zweiten Leistungsbaustein, der im Hinblick auf Design-for-Repair und Design-for-Recycling die gemeinsame Erarbeitung des bestmögliche Bauteildesigns bietet. Die Eco-Simulation deckt durch Simulation des Produktionszyklusses auf, ob und wo Zykluszeitverkürzungen oder bessere Temperierlayouts möglich sind.

Neben den Bausteinen des Eco-Consultings bietet Barlog noch einige weitere Entwicklungsdienstleistungen, die den Kunden in den verschiedenen Prozessstufen unterstützen können. Die Prozesskette wird sowohl als Gesamtpaket als auch in Einzelpaketen angeboten.

Prototypen und Kleinserien

„Als Spezialist in unserem Geschäftszweig Protosysverarbeiten wir alle thermoplastischen Kunststoffe von PE bis PEEK, thermoplastische Elastomere und Flüssigsilikon (LSR) und fertigen somit hochwertige Prototypen aus Kunststoff“, erklärt Frank Barlog. „Der Einsatz des Rapid-Tooling-Verfahrens ermöglich es, unseren Kunden in kürzester Zeit Prototypen in optimaler Qualität zur Verfügung zu stellen. Hierbei verwenden wir Aluminium Formeisätze und flexible Stammformkonzepte, die eine extreme Reduzierung der Bearbeitungszeiten und Werkzeugkosten im Vergleich zu Stahlwerkzeugen hervorrufen.“

„Seit geraumer Zeit setzen wir unsere Erfahrung, die seit über zwei Jahrzenten stetig erweitert wurde, auch für Design for Manufacturingein. Dies bedeutet, dass bereits bei der Konstruktion eines Bauteils am PC dessen Serienproduktion – mithilfe digitaler Zwillinge – noch vor Fertigung der ersten Prototypen, berücksichtigt wird“, so Barlog weiter. „Ausgehend von den CAD-Daten des Kunden versuchen wir, das Produkt nach und nach weiter zu verbessern – lange bevor der Kunde den ersten Prototypen in Händen hält. Eine detaillierte Dokumentation der Entwicklungsschritte ist hierbei selbstverständlich. Im Anschluss begleiten wir den Produktionsprozess auf Wunsch gerne mit der vollen Unterstützung unserer Messtechnik und Simulationskompetenz weiter bis zur Serie.“

Rapid Tooling als Ergänzung zum 3D-Druck

Die Additive Fertigung hat sich zu einem bedeutenden Standbein der Kunststoff-Verarbeitungstechnik entwickelt. „Wir haben das schon frühzeitig erkannt und arbeiten selbst bereits seit Jahren mit additiven Verfahren und bieten unseren Kunden auch diese Technologien und das nötige Know-how an“, so Frank Barlog. „Doch trotz aller Fortschritte kommen auch aktuellste 3D-Drucker nicht unbedingt mit typischen Spritzgussgranulaten klar“, ergänzt er. Zum Beispiel mit faserverstärkten Typen. „Dies ist ein typisches Beispiel dafür, dass Rapid Tooling und 3D-Druck nicht unbedingt in Konkurrenz zueinander stehen, sondern sich hervorragend ergänzen. Wir entscheiden dann mit dem Kunden gemeinsam, was die optimale Lösung für sein Projekt ist,“ ergänzt Frank Barlog.

Halle 12.1, Stand E08

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