Pulverbasierte Druckverfahren in Serienproduktion

Annina Schopen,

Oechsler baut Kapazitäten für Additive Fertigung aus

Oechsler erweitert sein Leistungsportfolio im Bereich Additive Fertigung und baut die Kapazitäten der Serienproduktion im pulverbasierten 3D-Druckverfahren aus. Dafür investiert das Unternehmen einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in den Ausbau der Infrastruktur am Standort Ansbach-Brodswinden.

Oechsler bündet die additive Produktion in Deutschland sowie die dazugehörige Forschungs- und Entwicklungskompetenz in Brodswinden. © Oechsler

Der fränkische Mittelständler bündelt laut Mitteilung die additive Produktion in Deutschland sowie die dazugehörige Forschungs- und Entwicklungskompetenz in Brodswinden und will damit die Voraussetzungen schaffen, die Additive Fertigung neben dem Bereich Spritzguss langfristig zum zweiten bedeutenden Geschäftsbereich des Unternehmens auszubauen.

Erweiterung der Serienproduktion 

Zu diesem Zweck erweitert Oechsler die Produktionskapazitäten der Additiven Fertigung in Brodswinden um zusätzliche 800 Quadratmeter. Auf dieser Fläche kommen in Zukunft insbesondere Multi Jet Fusion (MJF) 3D-Drucker des Unternehmens HP für die Serienfertigung von Produkten zum Einsatz. Zusätzlich wurden auf jeweils 150 Quadratmetern eine Qualitätssicherung und ein klimatisierter Messraum geschaffen. Zu den Kunden zähle Oechsler schon heute führende Industriekonzerne, Automobilzulieferer und Unternehmen der Sportartikelindustrie, hieß es.

Insbesondere Multi Jet Fusion (MJF) 3D-Drucker des Unternehmens HP kommen für die Serienfertigung zum Einsatz. © Oechsler

Matthias Weißkopf, Senior Vice President Global Product & Technology Development: „Wir sind mit der Additiven Fertigung in neue Produktkategorien und Märkte eingestiegen und haben unser Angebotsportfolio damit weiter diversifizieren können. Der Ausbau der Serienfertigung mit Druckern von HP reflektiert unsere Strategie, Oechsler als einen herstellerunabhängigen Entwicklungs- und Produktionspartner im Bereich der Additiven Fertigung zu etablieren.“

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Automatisierte End-to-End-Nachbearbeitung von AMT

Neben dem eigentlichen 3D-Druck der Komponenten sieht das Unternehmen in seinem mehrstufigen Post-Processing ein zentrales Erfolgskriterium. In diesem erhalten die im additiven Verfahren produzierten Teile in verschiedenen Arbeitsschritten ihre definierten mechanischen, haptischen und optischen Eigenschaften. Oechsler habe in den vergangenen Jahren bei der additiven Serienproduktion von Komponenten Expertise in der Nachbearbeitung aufgebaut und sieht sich somit als eines von wenigen Unternehmen weltweit überhaupt in der Lage, die Serienfertigung von Komponenten im 3D-Druck global anzubieten.

Um pulverbasierte 3D-Druckverfahren weiter zu industrialisieren, entwickelt Oechsler gemeinsam mit Additive Manufacturing Technologies (AMT), dem führenden Unternehmen für AM-Post-Prozesse, einen vollautomatisierten, zellenbasierten Nachbearbeitungsprozess und will diesen in der Serienfertigung umsetzen. Das auf 1,5 Jahre angesetzte Projekt umfasse ebenfalls eine Investition in Höhe eines einstelligen Millionenbetrags und werde voraussichtlich 2023 mit der Auslieferung eines Moduls zur automatisierten End-to-End-Nachbearbeitung von 3D-Druck-Komponenten abgeschlossen. Das Modul hat die Kapazität, die Teile aus zehn Druckern nachzubearbeiten.

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