Inkorporierte Festschmierstoffe

Gut geschmiert

Kunststoffe mit inkorporierten Festschmierstoffen punkten mit niedrigem Reibwert, hoher Verschleißfestigkeit und guten Trockenlauffähigkeiten. Sie sind deshalb im Maschinen- und Anlagenbau gefragt.

Gleiten zwei Flächen gegeneinander, sind Reibung und Verschleiß zumeist unwillkommene Nebenwirkungen. Faigle bietet Gleitwerkstoffe mit niedrigen Reibungskoeffizienten zwischen 0,15 und 0,25 an. Durch Einlauf- oder Mangelschmierung lassen sich diese Reibungskoeffizienten noch weiter reduzieren. Die gleitfreudigen Kunststoffe sind nach Unternehmensangaben in großer Auswahl erhältlich, zum Beispiel in Form von Rundstäben, Flachstäben oder Hohlstäben. Spezielle Profile sind für die verschleißarme Führung von Rollen-, Rundglieder- oder Scharnierbandketten ausgelegt. Des Weiteren steht eine große Auswahl unterschiedlicher Profilquerschnitte, beispielsweise L-, Z-, U-, T-, C- und Wulstprofile aus Pas-Pe10 zur Verfügung.

In der Regel werden Gleitprofile auf Stahlprofilen montiert. Eine Reihe von Führungen werden jedoch schon ab Werk mit den passenden Stahlprofilen für ihre unkomplizierte Montage geliefert. Spezielle Profile extrudiert das Unternehmen auch schon bei vergleichsweise kleinen Mengen nach Kundenspezifikation. Besonders bei kleineren Losgrößen, so das Unternehmen weiter, erweise es sich als wirtschaftlich, Halbzeuge durch spanende Bearbeitung auf handelsüblichen Metall- und Holzbearbeitungsmaschinen mit engen Fertigungstoleranzen in die gewünschte Form zu bringen. Bei entsprechenden Einsatzanforderungen sei es auch möglich, Stäbe durch Centerless-Schleifen mit hoher Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität zu bearbeiten. Platten werden auf Maß zugeschnitten und können in einem weiteren Arbeitsgang durch Hobeln in der Dicke bearbeitet werden. Des Weiteren können die Plattenzuschnitte durch Kehlen unterschiedliche Profilierungen erhalten. Wie bei jeder spanenden Bearbeitung seien scharfe Werkzeuge, gute Wärmeabfuhr bei der Bearbeitung und problemlose Späneabfuhr erforderlich. Um trotz unsymmetrischer Zerspanung und großem Abtragsvolumen enge Maßtoleranzen zu erreichen, empfiehlt das Unternehmen eine Temperung zwischen den einzelnen Bearbeitungsschritten. Hygroskopische Polyamide verlangen größere Bearbeitungstoleranzen.
Damit der Anwender die Eigenschaften der Gleitkunststoffe lange Zeit voll nutzen kann, empfiehlt der Anbieter, einige konstruktive Vorkehrungen zu beachten. So etwa sind Kunststoffe schlechte Wärmeleiter. Aus diesem Grund ist eine entsprechende Kühlung bzw. wirksame Wärmeabfuhr während des Betriebs vorzusehen. Deformationen und Maßungenauigkeiten durch zu hohe Spannkräfte sollten vermieden werden. Sei dies nicht möglich, könne unter Umständen ein mit dem Kunststoffprofil formschlüssiges Stahlprofil oder die Installation auf einer entsprechend steifen Montagebasis die erforderliche Stabilität bieten.

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Spritzgießbetrieben liefert das Unternehmen die gleitmodifizierten Kunststoffe für die eigene Verarbeitung auch als Granulat in Säcken. Für außergewöhnliche Anforderungen werden zusätzlich zu den erwähnten Standardwerkstoffen auch spezielle Compounds produziert. Mit derartigen Materialien lassen sich zusätzlich zur Reibungsarmut und Verschleißfestigkeit weitere spezielle Eigenschaften erreichen, wie elektrische Leitfähigkeit, Ableitung statischer Aufladungen, Druckfestigkeit oder Hitzebeständigkeit.

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