Genioplast Pellet S

Ein Additiv für (fast) alle

Mehrere Eigenschaften gleichzeitig soll ein Additiv verbessern, unter anderem die Oberflächenqualitäten, verschiedene mechanische Eigenschaften und Flammverhalten sowie die Verarbeitung – und das bei allen Thermoplasten.

Es handelt sich um ein hochkonzentriertes Silicon in Pelletform. Wirkkomponente das unter dem Namen Genioplast vertriebenen Additivs ist ein unvernetztes ultra-hochmolekulares lineares Siliconpolymer (Silicone-Gum). Trägermaterial des Siliconwirkstoffs ist eine abgestimmte pyrogene Kieselsäure. Da die mit allen Thermoplasten verträglich ist, kann das Additiv laut Anbieter – anders als etwa herkömmliche Silicon-Masterbatches – universell für die Compoundierung jedes Thermoplasts eingesetzt werden.

Der Siliconwirkstoff verleiht den Bauteilen glattere Oberflächen und steigert so auch die Kratz- und die Abriebsfestigkeit des Kunststoffs. Diese Effekte werden laut Anbieter ohne unerwünschte Nebenwirkungen erreicht: Demnach verschlechtern sich die Grundeigenschaften des Polymers wie Zugfestigkeit, Härte und Wärmeformbeständigkeit nicht, Bedruckbarkeit und Verschweißbarkeit sind nicht beeinträchtigt. Bei mineralgefüllten Thermoplasten könne der Zusatz zudem die Kerbschlagzähigkeit und Reißdehnung vergrößern. Darüber hinaus unterstützt das Additiv synergistisch die Wirkung flammhemmender Zusatzstoffe.

Das Additiv lasse sich einfach dosieren und problemlos in Thermoplaste einarbeiten, auch zusammen mit mineralischen Füllstoffen. Der Siliconwirkstoff verbessert die Dispersion der Füllstoffe und erleichtert durch seine reibungsmindernden Eigenschaften die Herstellung des Compounds. Somit ist eine Wirkung als Prozesshilfsmittel gegeben: Es senkt den Energiebedarf, erhöht den Durchsatz und erschließt dadurch Kostensparpotenziale. Weil das Additiv die Fließfähigkeit der Thermoplastschmelze erhöht, erleichtert werden bessere Formfüllung und weniger Ausschuss sowie kürzere Einspritzzeiten erreicht. Zudem lassen sich die Formteile leichter entformen. Somit reduziert das Additiv die Stückkosten an mehreren Stellen. In der Extrusion – etwa zur Herstellung von Kabel-Ummantelungen – wirke das Additiv ebenfalls prozessverbessernd und kostensenkend.

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Der Silicongehalt ist mit rund 65 Massenprozent vergleichsweise hoch und liegt weit über dem von Masterbatches. Dies mache das Produkt sehr effizient: Um die prozessverbessernden Eigenschaften zu erhalten, genügen Einsatzmengen zwischen 0,1 und 1 Gewichtsprozent. Eine Verbesserung der Eigenschaften des Kunststoff-Artikels werde mit Einsatzmengen von 1 bis 5 Gewichtsprozent erreicht.

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