Lexan HFD

PC-Copolymere für höhere Designfreiheit

Hohe Fließfähigkeit ohne die erfahrungsgemäß damit verbundene Reduzierung der Schlagzähigkeit wie erhöhte Verformbarkeit ohne Beeinträchtigung des Schmelzflusses soll ein spezielles PC-Copolymer bieten.

Diese Materialien bauen auf besondere Transparenz bei hoher Zähigkeit. Damit sollen sie neue Designmöglichkeiten, besonders bei dünnwandigen Teile, komplexe Geometrien und Produkte mit hoher Stoßfestigkeit ermöglichen, die und/oder niedrigen Temperaturen standhalten müssen. Das Copolymer mit dem Produktnamen Lexan HFD enthält einen bis zu fünfprozentigen Anteil an Bio-Inhaltsstoffen. Sie sind in fünf Typen verfügbar, sowohl mit als auch ohne UV-Stabilisator. Darüber hinaus arbeitet der Herstellert nach eigenen Angaben an der Entwicklung glasfasergefüllter Kunststofftypen mit und ohne Flammschutz, an für den Kontakt mit Nahrungsmitteln geeigneten Güteklassen, an Blends mit anderen Kunststoffen sowie an Materialtypen mit besonders hoher Fließfähigkeit. Bei gleichem Molekulargewicht sollen die Werkstoffe schon jetzt eine um 40 Prozent höhere Fließrate als Standard-Lexan-Kunststoffe bieten und dabei die mechanischen Eigenschaften beibehalten. Das erlaubt das weitere Absenken der Wanddicken ohne Risiken bei der Entformung. Zusätzlich werden Eigenspannungen, die häufig Doppelbrechungen, den Regenbogen-Effekt bei optischen Anwendungen, reduziert. Das ermöglicht Verbesserungen beispielsweise bei Kamera-Linsengehäusen. Außerdem ermöglicht diese Eigenschaft die Konstruktion von Bauteilen mit langen Fleißwegen und spitzen Winkeln ohne erhöhte Bruchgefahr. Zudem steigert die hohe Fließfähigkeit die Verarbeitungsgeschwindigkeit und verbessert die Produktivität. Was ästhetische Gesichtspunkte anbelangt, so können mit höheren Fließraten Probleme gelöst werden, die oft bei der Verwendung glasgefüllter Werkstoffe auftreten: Die HFD-Copolymere fließen um die Fasern und decken sie ab; damit entsteht ein Oberflächenglanz, der im Vergleich zu einem glasgefüllten Standard-PC um 30 bis 40 Prozent höher sein soll. Gleichzeitig bieten diese Werkstoffe hohe Verformbarkeit bei Temperaturen bis –40 Grad Celsius im Vergleich zu einem Standard-PC. Darüber hinaus bleibt bei solchen Temperaturen auch die Klarheit erhalten. Damit eignet sich der Werkstoff beispielsweise auch für militärische Brillen, Windschutzscheiben und Gesichtsschutzmasken.

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Die Verarbeitungstemperatur liegt etwa 20 Grad niedriger, als die der Standard-PC mit der gleichen Verformbarkeit. Diese Eigenschaft ermöglicht es, wärmeempfindliche Additive einzusetzen, ohne Abstriche in ihrem Leistungsverhalten hinnehmen zu müssen. Zusätzlich bietet das Vorteile bei der In-Mold-Dekoration und bei Doppel-Umspritzverfahren.

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