Aufladung vermeiden

Antistatik-Effekt für PP bei sehr geringer Luftfeuchte

Auch bei extrem trockener Luft soll ein neues Masterbatch bei vergleichsweise geringen Dosierungen einen sehr guten Antistatikeffekt bei Polypropylen (PP) auch über längere Zeit garantieren.

Versuchsergebnisse zur elektrostatischen Aufladung von PP mit neuem Masterbatch. (Bild: Tosaf)

Bereits Anteile des Masterbatches ST7505HP zwischen 1 und 5 Prozent in der Extrusion und 3 bis 5 Prozent im Spritzguss sollen eine signifikante Verringerung des für PP-Produkte typischen hohen elektrischen Oberflächenwiderstands bewirken. Dadurch können laut Anbieter elektrische Ladungen auch in Regionen mit sehr trockenem Klima oder an trockenen Wintertagen schnell Formteilen, Hohlkörpern und Folien abfließen. Dabei beeinflusse das Masterbatch Farbe und Transparenz des Materials nicht und erfülle die Anforderungen der FDA und der EU für den Kontakt mit Lebensmitteln.

Besonders eignet sich der Werkstoff auch für in der Elektronikindustrie verwendete Verpackungen aus PP, weil er nicht korrosiv auf das in dieser Branche häufig eingesetzte Polycarbonat (PC) wirke und dadurch keine Spannungsrisse auf den Platinen auslöse. In der folienverarbeitenden Industrie seien höhere Produktionsgeschwindigkeiten möglich, weil sich Folienlagen einfacher voneinander trennen lassen.

Gemäß der vorgestellten Testergebnisse wird gezeigt, dass die Antistatikwirkung auch bei nur 12 % r. F. langzeitig erhalten bleibt. Herkömmliche Additive dieser Art, wie Wasser anziehende Tenside, benötigen dem gegenüber eine höhere Luftfeuchte, um wirksam zu sein. Damit sorge das neue Antistatik-Additiv von Tosaf dafür, dass sich auch nach längerer trockener Lagerung oder nach reibendem Kontakt mit anderen Oberflächen keine elektrischen Ladungen auf der Oberfläche sammeln, die Staub anziehen oder elektronische Geräte stören oder zerstören.

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