Ohne Masterbatches und Additive

Clariant steigert Umsatz und operativen Cashflow

"Das erste Halbjahr 2019 war zugegebenermaßen anspruchsvoll, insbesondere das zweite Quartal, das zusätzlich durch vorübergehend negative Einflüsse und Einmaleffekte beeinträchtigt war. Unsere fortgeführten Aktivitäten erwiesen sich angesichts dieses schwierigen Umfelds als resilient. Das bestärkt uns in unserer strategischen Entscheidung, Masterbatches und Pigments zu veräußern, erklärt Hariolf Kottmann, Geschäftsführender Präsident des Verwaltungsrats von Clariant. "Trotz der Unwägbarkeiten des aktuellen wirtschaftlichen Umfelds, bleibt das Wachstumsprofil unseres fortgeführten Portfolios unverändert."

Für das erste Halbjahr 2019 nennt Clariant einen Umsatz von 2,229 Milliarden CHF aus fortgeführten Aktivitäten gegenüber 2,224 Milliarden Franken. Das entspreche 4 Prozent organischem Wachstum in Lokalwährungen. Zu diesem Wachstum haben Volumenzuwächse und höhere Preise geführt. Beim Umsatz war in Lateinamerika mit 10 Prozent das stärkste Wachstum zu verzeichnen, gefolgt vom Mittleren Osten und Afrika mit 8 Prozent, Asien (5 Prozent) und Europa (4 Prozent). In China sank der Umsatz um 9 Prozent, in Nordamerika und 3 Prozent.

Das verbesserte Umsatzergebnis im ersten Halbjahr 2019 ist auf das Wachstum in den Geschäftsbereichen Catalysis und Natural Resources zurückzuführen, die beide starke Steigerungen meldeten. Der Geschäftsbereich Natural Resources beinhaltet nun außer Oil and Mining Services und Functional Minerals auch die Geschäftseinheit Additives. Der Umsatz bei Additives ging aufgrund der schwächeren Verbraucherelektronik- und Automobilindustrie zurück.

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Das EBITDA nach Einmaleffekten aus fortgeführten Aktivitäten wurde durch eine einmalige Rückstellung in Höhe von 231 Millionen Franken negativ beeinflusst. Diese Rückstellung wurde vorgenommen aufgrund einer laufenden wettbewerbsrechtlichen Untersuchung der EU-Kommission in Bezug auf den Beschaffungsmarkt für Ethylen. Daher sank das EBITDA von einem Vorjahreswert von 341 Millionen auf 102 Millionen Franken.

Bezogen auf das operative Ergebnis und ohne Berücksichtigung dieser Rückstellung, war beim EBITDA nach Einmaleffekten aus fortgeführten Aktivitäten ein Rückgang um 2 Prozent in Schweizer Franken auf 333 Millionen zu verzeichnen.

Das Nettoergebnis für den Gesamtkonzern einschließlich nicht fortgeführter Aktivitäten betrug minus 101 Millionen Franken im Vergleich zu 211 Millionen im ersten Halbjahr 2018. Negativ wirkten sich bei dieser Entwicklung einmalige Projektkosten für die Ausgliederung der nicht fortgeführten Aktivitäten sowie die einmalige Rückstellung in Höhe von 231 Millionen Franken aus. Der operative Cashflow des Gesamtkonzerns stieg von 102 Millionen Franken im Vorjahr um 11 Prozent auf 113 Millionen Franken. Ausschlaggebend hierfür waren geringere Steuern und günstige Entwicklungen bei Lagerbeständen. Die Nettoverschuldung des Gesamtkonzerns stieg gegenüber von 1,374 Milliarden Franken Ende 2018 auf 1,801 Milliarden Franken, was dem üblichen saisonalen Cashflow-Muster entspreche. Darüber hinaus hat die erstmalige Implementierung der IFRS 16 im Jahr 2019 die Nettoverschuldung um 218 Millionen Franken erhöht.

Im Rahmen der Portfolio-Aufwertung, die im September 2018 angekündigt wurde, wird Clariant die Veräusserung ihres Pigment-Geschäfts fortführen. Zudem hat sich das Unternehmen entschlossen, das gesamte Geschäft mit Masterbatches, also Standard- und hochwertige Masterbatches, zu verkaufen. Unverändert bleibt die Erwartung, dass die Veräußerungen bis Ende 2020 abgeschlossen sein werden.

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