Schutz für PC-Doppelstegplatten

Sonnenbrille für PC

Für Masterbatch-Hersteller ist das Ausrüsten von Kunststoffen für den Einsatz im Freien nach wie vor eine Herausforderung. UV-Licht lässt Kunststoffe altern, die Lebensdauer von Bauteilen wird durch den Außeneinsatz, aber auch im Kunstlicht verkürzt. Als Lichtschutzmittel für Kunststoffe spielen UV-Absorber eine wichtige Rolle. Eine Neuentwicklung soll speziell PC Doppelstegplatten vor diesen Einflüssen schützen.

UV Absorber werden häufig bei Hohlkammerplatten, auch bekannt als Doppelstegplatten, auf Basis von Polycarbonat (PC) verwendet. Im Gegensatz zu PMMA oder Polyolefinen ist PC gegenüber energiereicher Strahlung stark anfällig. Der Verlust von mechanischen Festigkeiten verbunden mit einer Materialvergilbung sind die Hauptfolgen dieser Strahlung. Zum Stand der Technik gehört die Benutzung von PC-Compounds mit etwa 5 bis 6 Prozent an UV Absorbern, in der Regel Benzotriazole oder Cyanacrylat-Derivate. Diese Compounds werden hauptsächlich in Coex-Verfahren eingesetzt. Die Dicke der Schicht und somit die Konzentration von UV Absorber auf der Oberfläche bestimmen die Garantie und Lebensdauer der Hohlkammerplatte im Außeneinsatz.

Die coextrudierte Schicht ist 30 bis 50 Mikrometerdick, aus diesem Grund wird eine hohe Konzentration an Additiv verwendet. Diese ausgerüsteten Compounds gehören zum Standardprogramm vieler namhafter Hersteller von Polycarbonat weltweit. Neben UV-Absorber werden Optischer Aufheller sowie Blau/Violett-Farbstoff eingesetzt, um der natürlichen Vergilbung des Polymers während der Verarbeitung zwischen 250 bis 280 °C entgegen zu wirken.

Das von Grafe neu entwickelte UV-Masterbatch für PC-Doppelstegplatten soll die Vorteile hochkonzentrierter Additiv-Masterbatches bieten und enthält laut Anbieter 50 Prozent der Wirksubstanz neben Optischem Aufheller und einem Schönungsmittel. Das Masterbatch wird mit 10 bis 12 Prozent zu dem reinen PC dosiert und auf die Hohlkammerplatte coextrudiert. Fragen zur Dispergierbarkeit unter industriellen Bedingungen seien gelöst. Die flexible Produktionstechnologie erlaube, je nach technischen und kostenmäßigen Anforderungen der Kunden, die Anwendung unterschiedlicher UV-Absorber. Möglich seien eine Kosteneinsparung bis 30 Prozent im Vergleich zum herkömmlichen Produkt. Dazu addieren sich die Einsparungen aufgrund des schnellen Transports und die einfache Lagerung von rund ein Zehntel der sonst verwendeten Mengen.

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