Hochleistungswerkstoffe

Verstärkte Thermoplaste gewinnen dank neuer Additive

In einer standortübergreifenden Zusammenarbeit wurde eine neue Generation von Filmbildnern entwickelt, die die mechanischen und andere Eigenschaften der Composites wie die Alterungsbeständigkeit nachhaltig verbessern soll.

Modell einer Fahrzeugstruktur aus leistungsfähigen Composites. (Bild: Byk)

Dank der Verknüpfung unterschiedlichen Know-hows sei es Byk gelungen, eine neue Generation von Filmformern zu entwickeln. Dabei führte die Kombination aus Know-how der Polymerchemie der Standorte Schkopau und der Entwicklung der darauf basierenden Additive aus Deventer (Niederlande) zu einer neuen Generation von Filmbildnern auf Basis von Maleinsäureanhydrid (MSA) gegraftetem Polypropylen.

Die neuen Polymeremulsionen verbessern nach Unternehmensangaben mit ihren Funktionen die Eigenschaften von glasfaserverstärkten Thermoplasten. Sie werden der Glasfaserschlichte zugegeben. Während des Herstellungsprozesses der Glasfasern reagieren die MSA-Gruppen der Polymere mit der Glasoberfläche. Dadurch werden die Eigenschaften der Glasfaser gezielt modifiziert. Wichtige Merkmale sind beispielsweise Temperaturstabilität, Silanbeständigkeit wie auch FDA-Konformität und Prozessanpassung der Produkte zur Verbesserung der Glasfasereigenschaften wie auch des fertigen Composites. Sie verbessern mechanische Eigenschaften aber beispielsweise auch die Waschmittelbeständigkeit und verringern die Alterung.

Zum Einsatz kommen diese Glasfasern hauptsächlich in der Automobilindustrie als Ersatz für Metall zur Verringerung des Gewichts und „weißer Ware“, wie in Waschmaschinen, Kühlschränken und Geschirrspülern. Das erste Produkt dieser Reihe stellt Byk unter dem Markennamen Aquacer 1868 zur Verfügung. Darüber hinaus lassen sich die Eigenschaften dieser Polymeremulsionen gezielt den Kundenwünschen anpassen.

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Diese Innovation wurde mit dem internen Innovationspreis „Byk Advance“ ausgezeichnet.

Daneben hat das Unternehmen zu K 2016 weitere interessante Lösungen, unter anderem für die Automobilindustrie angekündigt. Additive für verschiedene Hochleistungs-Verbundwerkstoffe unterstützen die aktuellen Leichtbau-Entwicklungen. Additive können in Verbundwerkstoffen eingesetzt werden, die sowohl aus Thermoset- als auch aus Thermoplast-basierenden Materialien bestehen. So sollen Additive aus der Scona-Reihe den Einsatz von Carbonfasern in Verbundwerkstoffen, beispielsweise aus Polypropylen oder Polyamid, deutlich leichtere Leichtbaustrukturen mit verbesserten mechanischen Eigenschaften ermöglichen.

Aber auch bei der Schlüsseltechnologie Windkraft sei mit Einsatz hochwertiger Koppler aus der C 8000er-Serie dazu bei, die Performance-Werte von Windrädern zu erhöhen und damit die Marktentwicklung dieses wachsenden Wirtschaftszweiges weiter zu beflügeln.

K 2016, Halle 5, Stand E17

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