Werkstoff für das Luer-System

Sichere Steckverbindungen für die Medizintechnik

An der TU Kaiserslautern wurden neue Kunststoffe erprobt, um Spannungsriss-Bildungen im Luer-System, einer Steckverbindung für medizinische Anwendungen, entgegenzuwirken.

Steckverbindungen für medizinische Anwendungen

Bei Infusionen kommt das sogenannte Luer-System zum Einsatz. Es verbindet zum Beispiel verschiedene Spritzen, Schläuche sowie Kanülen – etwa mit Infusionsflaschen. Es handelt sich um eine Art Steckverbindung, die durch eine Drehung fixiert wird und sich nicht selbsttätig lösen kann. Bei diesen Verbindungen bilden sich im Laufe der Zeit häufig Spannungsrisse. Diese treten bei gleichzeitiger mechanischer Belastung und der Einwirkung einer Flüssigkeit auf. Durch diese Risse kann es mit der Zeit zum Beispiel zu einer Verunreinigung der Infusionslösung oder Lufteintritt kommen.

Die Forscher an der TU Kaiserslautern haben diese Steckverbindung mit einem neuartigen Kunststoff nachgebaut. Er enthält Nanopartikel aus Siliciumdioxid, die gleichmäßig im Kunststoff eingearbeitet sind. Das Medizintechnikunternehmen Braun Melsungen hat die Kaiserslauterer Forscher bei ihrer Arbeit unterstützt und das Luer-System aus dem neuen Verbundwerkstoff angefertigt. In Versuchen sei nachgewiesen worden, dass die Risse nun deutlich langsamer wachsen. Das Material sei erheblich beständiger als bei herkömmlichen Produkten.

Auf der Medica in Düsseldorf stellen die Wissenschaftler ihre Arbeit am Gemeinschaftsstand Rheinland-Pfalz vor. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

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