Automatisierung

Wemo und Hahn führen Robotergeschäft zusammen

Am 25. Mai 2015 verschmolzen die Unternehmensbereiche Linearroboter, Greifersysteme, Förderbänder und Schutzsysteme der Hahn Automation Components, Reinheim, mit der Wemo Automation, Värnamo, Schweden. Das neue Unternehmen firmiert unter Wemo Automation GmbH.

Verschmelzung von Wema Automation und Hahn Automation. Von links: Frank Konrad (Hahn), Bengt Ståhl (Wemo), Thomas Hähn (Hahn), Sven Ståhl (Wemo), Marco Unverzagt (Hahn), Olof Ståhl (Wemo).

Beide bisherige Unternehmen bauten Linearroboter für die Kunststoffindustrie und Automationsapplikationen an Spritzgießmaschinen unterschiedlicher Hersteller. Hahn konzentrierte sich auf Automotive und technische Teile, Wemo auf technische Teile, Elektroindustrie und Verpackungstechnik. Mit der Verschmelzung sollen die Aktivitäten im deutschen Markt intensiviert und die Weichen für Wachstum gestellt werden. In Reinheim soll ein „Technical Center“ für Deutschland entstehen, um Support und Service in Automationsanwendungen auszubauen.

Geplant ist, künftig alle Baureihen mit einheitlicher Hard- und Software auszustatten. Neue Produkte, System- und Komplettlösungen mit Integrationen weiterer Komponenten stehen nach Unternehmensangaben ebenso im Fokus wie die automatisierte Entnahme von Kunststoffteilen mit anschließender Ablage auf Fördersysteme oder das Verpacken in Boxen und Kisten. Das Lieferprogramm der Linearroboter reiche aktuell von 1,5 bis über 100 Kilogramm Tragfähigkeit.

Wemo Automation wurde 1987 gegründet und besitzt Werke in Schweden und Indien. Hahn Automation wurde 1992 gegründet. Kerngeschäft am Hauptsitz in Rheinböllen ist die Automation von Montage- und Prüfanlagen. Das Segment Linearroboter für die Kunststoffindustrie wurde 2007 mit Übernahme von Remak in Reinheim begonnen. Das neue Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben an den produzierenden Standorten in Schweden, Deutschland und Indien insgesamt 90 Mitarbeiter und baut jährlich mehr als 400 Roboter. Für das Rumpfgeschäftsjahr 2015 werden 20 Millionen Euro Umsatz erwartet.

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