Berufsbegleitend zum Master

„Angewandte Kunststofftechnik“ an der FH Schmalkalden absolviert

Im November 2014 schloss Johannes Ullrich, Mitarbeiter der Formconsult Werkzeugbau, als erster den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Angewandte Kunststofftechnik“ erfolgreich ab. Bereits im Berufsleben stehend entschied er sich 2012 gemeinsam mit einem Kollegen für diese Studienmöglichkeit.

Professor Thomas Seul, Absolvent Johannes Ullrich, Stephan Hoffmann und Ruben Schlutter (v.l.)

In fünf Semestern qualifizierte sich Johannes Ullrich neben dem Beruf in verschiedenen Themen der Kunststofftechnik und erwarb zudem Management-Knowhow zur Bewältigung von Führungsaufgaben. Überzeugt habe ihn das deutschlandweit einmalige Konzept: Das Studium sei mit Selbststudien- und Präsenzphasen so konzipiert, dass sich Studium und Berufstätigkeit miteinander vereinbaren lassen.

Neben dem Beruf zum Master – Qualifikation nutzt dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer.

Projekt seiner Masterarbeit war die Entwicklung einer Klammer aus mehreren Kunststoffen mit allen Arbeitsschritten sowie die Simulation und Konstruktion des Spritzgießwerkzeugs mit integrierter Montagestation. Die Arbeit dient seinem Arbeitgeber als Leitfaden für künftige Entwicklungsprojekte. Stephan Hoffmann, Geschäftsführer der Formconsult Werkzeugbau, freut sich über die Leistung: „Für uns als Formenbau-Unternehmen wird das Thema Produktentwicklung immer existenzieller. Mit der Master-Ausbildung von zwei jungen Mitarbeitern in der Studienrichtung Angewandte Kunststofftechnik erreichen wir dabei eine neue Qualität.“ Professor Thomas Seul, wissenschaftlicher Leiter des Masterstudienganges an der FH Schmalkalden, begleitete die Masterarbeit als betreuender Hochschullehrer und ist stolz auf den ersten Absolventen: „Die Nachfrage nach unserem Studienangebot zeigt, wie wichtig ein hohes Qualifikationsniveau für Unternehmen und Mitarbeiter in der Kunststoffbranche ist. Mit seinem Abschluss eröffnen sich für Herrn Ullrich und sein Unternehmen damit neue Perspektiven.“

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Auch der zweite Studienkurs vom Sommersemester 2013 bewegt sich nun auf der Zielgeraden. Im November kamen die zwölf Studierenden zu ihrer nunmehr neunten Präsenzphase nach Schmalkalden. Fachthema dieser Präsenzveranstaltung war „Rechtliche Aspekte“. Die Vorlesungsreihe befasste sich mit verschiedenen Aspekten von Arbeitsrecht, Vertragsrecht und Produkthaftung sowie Gewerblichem Rechtsschutz – Themen, die während des technischen Erststudiums meist nicht oder nur am Rand behandelt werden, aber eine wichtige Rolle in den betrieblichen und geschäftlichen Prozessen einnehmen. Martin Schiller, Student des 2013er-Jahrgangs resümiert: „Für mich war die Vorlesungsreihe Recht eine Bereicherung meiner bis dahin vorwiegend technisch geprägten Kenntnisse. Das oft nur aus der Distanz oder dem privaten Bereich bekannte Thema wurde in den Einzelvorlesungen komprimiert vermittelt, anschauliche Fallbeispiele ergaben einen besseren Zugang zu den betrieblichen Anwendungsbereichen der jeweiligen Rechtsgebiete. Mir wurde klar, wie eng das dem Techniker meist eher fremde Thema Recht mit betrieblichen und geschäftlichen Abläufen verbunden ist. Das neu erworbene Wissen wird in meinem derzeitigen und künftigen Arbeitsalltag oft Anwendung finden.“

Die Studierenden kommen noch zu zwei weiteren Präsenzveranstaltungen nach Schmalkalden, bevor sie sich im letzten Semester mit der Erstellung und Verteidigung ihrer Masterarbeit beschäftigen.

Der nächste Studienkurs startet zum Sommersemester 2015 mit der ersten Präsenzphase vom 23. bis 26. April. Bewerbungen hierfür sind noch möglich. Weitere Informationen zum Studium sowie Bewerbungsunterlagen sind unter www.fh-schmalkalden.de/Kunststofftechnik_meng verfügbar.

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