Cebit: Netzwerktechnik in der Industrie

Ethernet über Zweidrahtleitung nachrüsten

Auch bereits vorhandene Zweidrahtleitungen, wie sie beispielsweise für Profibusanwendungen bereits vorhanden sind, können nun auch für Ethernet-Verbindungen genutzt werden - in der Nachrüstung und bei Neuanlagen eine Möglichkeit der Nachrüstung.

Das Medienmodul MM992-2VD (Variable Distance) ermöglicht die Verwendung von Zweidraht-Leitungen ohne zusätzliche Hardware wie Modems. Das Modul kann laut Anbieter Daten über Distanzen bis 1000 Metern übertragen. Die Bandbreite hängt von der Länge und Qualität der Leitung ab. In der Regel sollen sich bei 500 Meter Distanz Bandbreiten von 100 Mbit/s, bei der doppelten Emtfernung 10 Mbit/s realisieren lassen. Dem Anschluss der Leitung dient ein RJ45-Stecker. Verwendet werden kann das Modul mit allen modularen Switches der Produktfamilie Scalance X-300 und mit dem Security Modul Scalance S627-2M.

Bereits vorhandene Leitungsinfrastrukturen in Maschinen und Anlagen können so schnell und vergleichsweise kostengünstig in ein Ethernet-Netzwerk gewandelt werden. Vor allem in Hinblick auf die weit verbreitete Profibus-Verkabelung kann diese von Siemens entwickelte Lösung einen unkomplizierten Weg für die Migration zu Profinet bieten. Zudem kann das Gerät in vorhandenen Ethernet-Netzwerken zur Verlängerung der im Standard definierten Ethernet-Leitungslänge bei 100 Mbit/s Bandbreite verwendet werden. Abgesetzte Netzwerkteilnehmer, die mehr als 100 Meter entfernt sind, lassen sich auf Distanzen bis 300 Meter über Standard-Kupferleitungen für Ethernet in Anlagennetze integrieren - und nicht mehr zwangsläufig nur über Glasfaserleitungen.

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