CfK-Bahnen und Gelege prüfen

Durchblick bei Faserverbundstoffen

Fehler in Carbongelegen und Bauteilen sicher detektieren. Mit einer speziellen Multikamerasensorik und neuer Beleuchtungstechnologie sollen optische Messsysteme erstmals die parallele Inspektion von CfK-Bahnwaren bei unterschiedlichen Blick- und Lichtwinkeln ermöglichen. Kleine, aber qualitätsrelevante Strukturabweichungen und Materialfehler werden laut Systemanbieter so erstmals sichtbar und sorgen für einen stabilen, vollständigen Inspektionsprozess.

Mit der Mehrfachabtastung in Kombination mit neuen LED-Beleuchtungssegmenten lassen sich auch bislang unsichtbare Wirk-, Gassen- und Gelege-Fehler oder fehlerhafte Faserausrichtungen detektieren. (Bild: Pixargus)

Ob Carbongelege oder Organoblech für den elektromobilen Karosseriebau, Carbon-Tape zur Verstärkung von Flugzeugtanks- und Druckbehältern oder Faserverbundwerkstoffe für Leichtbau – faserverstärkte Verbundwerkstoffe sind in vielen sicherheitskritischen Bereichen auf dem Vormarsch und müssen deshalb systematisch geprüft werden. Die neue Prüfsystemgeneration Webcontrol S (WCS) Carbonfiber soll in diesem Umfeld neue Möglichkeiten zur Inline-Prüfung von Faserverbundwerkstoffen bieten.

Dank der speziellen Mehrfachabtastung in Kombination mit neuen LED-Beleuchtungssegmenten, die Verbundwerkstoffe unter unterschiedlichen Lichtwinkeln ausleuchten, detektiere WCS auch bislang unsichtbare Wirk-, Gassen- und Gelege-Fehler und fehlerhafte Faserausrichtungen. Die Kameramodule arbeiten mit einer Auflösung bis 10 Mikrometer und erfassen je nach Konfiguration pro Sekunde bis zu 1,4 Milliarden Messbildpunkte. Dabei komme das System auch mit der starken Reflexionsneigung des glänzenden Werkstoffs Carbon zurecht.

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Neu bei dieser Multikamerasensorik sei aber vor allem, dass sich über virtuelle Kameras beliebig viele Sichtbereiche und unterschiedliche Lichtwinkel einstellen lassen. Unterschiedliche Prüfaufgaben lassen sich erstmals parallel bearbeiten und liefern ein umfassendes Gesamtbild.

Das Prüfsystem für Bahnbreiten bis 3500 Millimeter mit maßgeschneidertem Edelstahlgehäuse und integrierten Rechner- und Elektrokomponenten. (Bild: Pixargus)

Das System lässt sich in vorhandene IT-Umgebungen integrieren und kann auch Messergebnisse von Fremdsensoren verarbeiten. Es liefert dazu Analysen und bereitet Fehler in einer digitalen „Landkarte“ für den schnellen Überblick in Echtzeit und für die Gesamtschau auf.

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