Industrie 4.0

Annina Schopen,

Composites United bietet IoT-Plattform CCiiot an

Composites United hat mit CCiiot eine Industrie-4.0-Plattform vorgestellt, die Unternehmen die Möglichkeit bietet, ihre Bearbeitungszentren anzuschließen, Daten sicher und vertraulich zu visualisieren und bei Bedarf unternehmensübergreifend zu analysieren.

Composites United erweitert das Angebotsportfolio um eine spezialisierte Industrie-4.0-Plattform für die Composites-Industrie. © rezaazmy / Freepik

So bekommen die teilnehmenden Unternehmen Einblicke, die helfen, Produktionsprozesse zu optimieren, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die Qualität inline zu überwachen, den Kundendienst zu digitalisieren und schlussendlich die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Technologiespezifische, erprobte Plattform

CCiiot ergänzt die bereits erfolgreich etablierte Kollaborationsplattform des Vereins „Carbon Connected“ um die neue IoT-Komponente. Dabei handelt es sich um die Software Iiotecos des Berliner Betreibers des Services Inno-focus. Iiotecos fungiert dabei als Schnittstelle, in das Unternehmen die Daten ihrer Maschinen und Sensoren in Form digitaler Zwillinge hineinladen. Diese können dann visualisiert und analysiert werden, um Prozesse zu optimieren. Die Daten können auch mit externen Experten, beispielsweise von Werkzeugherstellern, geteilt werden. Welche Daten dort mit Partnern geteilt werden, entscheidet allein der jeweilige Datenerzeuger.

Neben der Möglichkeit Parameter in 2D- und 3D-Darstellungen visualisieren zu können, steht beispielsweise auch ein Werkzeugkatalog zur Verfügung. Der Fokus der Plattform liegt vorerst auf der spanenden Bearbeitung, wird perspektivisch jedoch um weitere Verfahren der Composites-Bauteilherstellung erweitert.

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Datensouveränität

Die Sorge um den Schutz von Geschäftsgeheimnissen ist noch immer ein wichtiger Grund für Unternehmen, nicht auf eine vernetzte Produktion zu setzen, weshalb Datensouveränität bei CCiiot an oberster Stelle stehe, so der Verein. Das bedeute, dass dasjenige Unternehmen, welches die Daten erzeugt habe, bis ins kleinste Detail darüber bestimmen könne, wem es welche Daten zur Ansicht geben wolle. Wichtig sei auch, dass die Betreiber des Services (der CU und Inno-focus) keine Eigeninteressen an den Daten verfolgen und somit als neutrale Dienstleister auftreten können.

Composites United auf Digitalisierungskurs

Die Implementierung der Industrie-4.0-Plattform markiert einen Meilenstein in der Ausrichtung des Composites United im Hinblick auf die Digitalisierung. „Wir verfolgen eine konsequente Digitalisierungsstrategie und möchten unseren Mitgliedern dabei helfen, auch in Zukunft innovativ und nachhaltig zu sein und zu bleiben. Nicht grundlos haben wir den Bereich Digitalisierung als eines der zehn zentralen Handlungsfelder in unserer CU-Strategie verankert“, so Dr. Gunnar Merz. „In unserem neuen Service vereinen wir geprüfte und zertifizierte Technik mit der Begleitung und Beratung durch unsere Experten. So erleichtern wir den Einstieg in das Industrial Internet of Things maßgeblich“, ergänzt Dr. Tjark von Reden. Beide Hauptgeschäftsführer sind sich einig, dass der neue Service den Mitgliedern die Möglichkeit bietet, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

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