Die Sprache der Produktion 4.0

VDMA veröffentlicht OPC UA Companion Specifications für Robotik und Bildverarbeitung

In der „intelligenten“ Fabrik der Zukunft müssen Maschinen dieselbe Sprache sprechen. Entscheidend hierfür ist die Standardisierung von Kommunikationsschnittstellen.

Während der Automatica 2018 haben die OPC UA-Arbeitsgruppen Bildverarbeitung und Robotik die ersten Versionen ihrer Spezifikationen veröffentlicht. OPC UA ist laut VDMA der designierte Standard zur Kommunikation zwischen Maschinen. Die OPC UA Companion Specification für die Robotik (kurz OPC UA Robotics) biete ein standardisiertes Informationsmodell, das in der Lage sei, alle roboterbezogenen Daten unabhängig von Hersteller und Standort einheitlich darzustellen. Der nun als Entwurf freigegebene Teil 1 ermöglicht Asset Management, Zustandsüberwachung, vorbeugende Wartung und vertikale Integration. Er biete die Basis zur Datenanalyse und zur Steigerung der Gesamtanlageneffektivität.

Die OPC UA für die Industrielle Bildverarbeitung (kurz OPC UA Vision) bietet ein generisches Modell für alle Bildverarbeitungssysteme – von einfachen Vision-Sensoren bis zu komplexen Inspektionssystemen. Teil 1, der als Release Candidate veröffentlicht wurde, beschreibt den Infrastrukturlayer, der eine Abstraktion des generischen Bildverarbeitungssystems ist. Er ermöglicht die vereinheitlichte Steuerung eines Bildverarbeitungssystems und abstrahiert das notwendige Verhalten über ein sogenanntes Statusmaschinenkonzept. Die Verwaltung von Rezepten, Konfigurationen und Ergebnissen erfolgt standardisiert, wobei die Inhalte herstellerspezifisch bleiben und wie Blackboxes behandelt werden.

Anzeige

Außerdem wurde erstmals ein Demonstrator zur fähigkeitenbasierten Steuerung mit OPC UA vorgestellt. Der Demonstrator ist eine vollwertige Montagezelle, die Fidget-Spinner produziert und Systeme und Komponenten von mehr als 20 Herstellern integriert, die per OPC UA kommunizieren.

Der VDMA ist Mitbegründer des vorwettbewerblichen und gemeinnützigen Verbandes Labs Network Industry 4.0 (LNI), der neutral Testbeds betreibt und Use Cases auf KMU-Anforderungen und Standardisierung fokussiert. Die Hochschule Ravensburg-Weingarten plant gemeinsam mit Industriepartnern das erste Testbed in ihrem Labor zu etablieren. Die praktische Validierung durch Anwender, besondere durch KMU, sei ein Schlüssel zum Erfolg für darauffolgende internationale Normungsaktivitäten.

Die OPC UA Vision Companion Specification ist ab sofort als VDMA Einheitsblatt 40100 (als Release Candidate) kostenlos erhältlich. Die OPC UA Robotics Companion Specification ist ab sofort als VDMA Einheitsblatt 40010 (als Entwurf) kostenlos erhältlich.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Roboter

Mehr Leistung für den Linearroboter

Eine neue Roboter-Baureihe vorgestellt, die verschiedene Eigenschaften aus zwei anderen Gerätefamilien kombiniert. Roboter der Typen W853 und W873 mit 75 bzw. 125 Kilogramm Traglast von Wittmann werden auf Spritzgießmaschinen ab 18.000 Kilonewton...

mehr...