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LIT Factory an der Johannes Kepler Universität

Annina Schopen,

Digitale Transformation interdisziplinär betrachtet

Die LIT Factory des Linz Institute of Technology (LIT) an der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz ist eine vernetzte Lehr-, Lern- und Forschungsfabrik für Smart Polymer Processing und Digitalisierung.

Die LIT Factory – die vernetzte Lehr-, Lern- und Forschungsfabrik für die smarte Kunststoffverarbeitung, digitale Transformation und das Recycling von Kunststoffen. © LIT Factory/JKU Linz

Die Gründung und der Aufbau der LIT Factory erfolgte auf Basis eines Calls der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und unter Mitfinanzierung des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie sowie dem Land Oberösterreich, der Stadt Linz und der Industrie.

Die Pilotfabrik und das Open Innovation Center sollen die Kompetenzen von Wissenschaft und Wirtschaft an einem Ort bündeln und schaffen auf 8.000 Quadratmetern ein Ökosystem für Innovationen. Die Pilotfabrik ist seit dem Herbst 2021 im Vollbetrieb.

Die LIT Factory sieht sich als eine konzeptoffene Bildungsplattform, die sich darauf konzentriert, das Potenzial des technologischen Fortschritts zu entwickeln und zu demonstrieren, indem sie Spitzenforschung betreibt und fortschrittliche, branchenübergreifende Lösungen zur Verbesserung von Produkten und Produktionssystemen schafft. Die Schwerpunkte reichen vom Werkstoff bis zur ökologischen Wiederverwertung von Kunststoffen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft.

Prozessdigitalisierung und Recycling von Kunststoffen

Kunststoffe zählen schon heute zu den vielfältigsten Werkstoffen und sind die Quelle von Innovationen für viele Anwendungsbereiche, bei denen Kreislauffähigkeit, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit wichtige Faktoren darstellen und bei Betrachtung von Ökobilanzen entscheidende Vorteile bieten. Mit der Beteiligung am neu gegründeten Comet Zentrum Chase an der JKU und TU Wien konnten in Kooperation mit der LIT Factory bereits erfolgreich zahlreiche Projekte auf dem Gebiet der Prozessdigitalisierung und dem Recycling von Kunststoffen mit Unternehmenspartnern gestartet werden. Die LIT Factory und die Institute der Kunststofftechnik an der JKU kooperieren auch erfolgreich mit den Comet Zentren Pro2Future, SCCH und Wood K plus.

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„Der JKU-Campus eignet sich aus mehreren Gründen als Gravitationszentrum für die Umsetzung technologischer Innovationen aus dem Gebiet der Kunststofftechnik. Besonders die fachliche Einbettung der Kunststofftechnik zwischen Polymerchemie, Mechatronik und Informatik mit Schwerpunkten im Bereich Machine Learning sowie dem LIT mit Schwerpunkten bei Cyber Physical Systems sticht hier heraus“, so Prof. DI Dr. Georg Steinbichler, Leiter der LIT Factory.

Aufgrund des interdisziplinären Ansatzes können auch gesellschaftliche, soziale, rechtliche und wirtschaftliche Aspekte in der Forschung abgedeckt werden. Die LIT Factory soll als offene Plattform die Potenziale der digitalen Transformation erforschen, Methoden entwickeln, demonstrieren und lehren. Die Etablierung der LIT Factory an der JKU bietet neue Ansätze, technologische Entwicklungen mit innovativen Strategien und (digitalen) Geschäftsmodellen zu verknüpfen. Ziel der fakultätsübergreifenden Zusammenarbeit ist es, die Chancen und Herausforderungen zu nutzen, die sich aus innovativen Produktionsprozessen ergeben.

Im Rahmen eines Symposiums sollten im November 2021 wissenschaftliche Ergebnisse präsentiert werden und in Live-Vorführungen neue Leichtbau-Fertigungstechnologien, vernetzte Anlagen, die LIT-Factory-Datenplattform und das Smart Quality Lab für die Wiederverwertung von Kunststoffen gezeigt werden. Die Veranstaltung wurde pandemiebedingt ins Frühjahr verschoben.

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