Automatisierung

Versuch macht klug

Ihre Dreischichtblasfolienanlage von Kuhne hat das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen modernisiert, um weiterhin praxisnahe Forschung für Unternehmen und Institute auf einem modernen Stand realisieren zu können.

Die Anlage mit Breitenregelung und traversierendem Dickenmesssystem wurde mit einer Steuerung ausgerüstet, die sich mit allen Anlagenkomponenten zentral über ein Steuerungsdisplay bedienen lassen.

Mit dieser neuen Steuerung ist es möglich, alle Prozessparameter stetig zu dokumentieren. Dank der Installation von Gravimetrien auf allen drei Extrudern können nun zusätzlich die Massedurchsätze während der Versuche aufgezeichnet werden. Mit dieser Modernisierung steht nun am IKV eine Technikumsanlage zur Verfügung, mit der sowohl Mono- als auch Drei-Schicht-Folien hergestellt werden können. Das Folienmesssystem zur Bestimmung von Einzelschichtdicken in Kunststofffolien basiert auf einem interferometrischen Sensor und verwendet infrarotes Licht, um Brechungsindexänderungen innerhalb des Messbereichs zu detektieren. Solche Brechungsindexvariationen treten an der Folienoberfläche und an den Übergängen zwischen den Folienschichten auf. Bei dieser Entwicklung kooperierte das Institut mit den Unternehmen Octagon und Elovis. Beim Anlagenbauer Kuhne wird das Messsystem unter produktionsnahen Bedingungen getestet, bevor es bei der A+C-Plastic Kunststoff GmbH in Eschweiler an einer Produktionsanlage installiert und für einige Monate in Betrieb gehen wird. Dieses Messsystem wird zurzeit an der modernisierten Blasfolienanlage des IKV in Produktionsversuchen eingesetzt.

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