Rapid Prototyping beschleunigt und vereinfacht

Ein Stück statt Puzzle

Die Hannover Messe widmete dem Rapid Prototyping und Rapid Manufacturing die Sonderschau RapidX. Ein interessantes Beispiel zur Demonstration der werkzeuglosen Produktion in Losgröße 1 bildete das Lenkrad eines Flurförderzeugs von Hubtex.

Mit konventionellen Verfahren wird das Lenkrad für die Flurförderfahrzeuge aus fünf Komponenten produziert, die entsprechenden Montage- und Logistikaufwand erfordern.

RapidX spannt den Bogen von der Designstudie über Ergonomietests bis hin zum Modell und letztendlich zur Fertigung mittels E-Manufacturing. An der Initiative beteiligen sich verschiedene Partner, unter anderem Hubtex. Der Hersteller von Spezialfahrzeugen für die Flurfördertechnik nutzt aus flexible Fertigungsverfahren, um Unikate, Sonderanfertigungen und Kleinserien in einem engen Zeitfenster zu produzieren.

Eines der verschiedenen Szenarien auf der RapidX beschreibt den Weg von der Designstudie des integrierten Lenkrads bis zum Ergonomietest. Das Modell wird im nächsten Schritt im STL-Format an EOS, Hersteller der Produktionsanlage, übergeben und im E-Manufacturing hergestellt. Dauert der Weg von der Produktidee bis zum fertigen Lenkrad mit konventionellen Verfahren Tage oder sogar Wochen, sind es beim Laser-Sintern nur wenige Stunden. Außerdem reduziert sich die Anzahl der Lenkrad-Komponenten deutlich. Wo konventionelle Verfahren fünf Bauteile benötigen, fertigt das Schichtbauverfahren in einem Schritt und eliminiert so Montagezeiten und -kosten völlig. „Mit e-Manufacturing können wir unsere Fertigungsprozesse erheblich beschleunigen und wesentlich flexibler produzieren“, resümiert Achim Otterbein, Leiter Entwicklung und Konstruktion bei Hubtex. Die Wirtschaftlichkeit und Effizienz des Verfahrens wird durch verschiedene weitere Praxisbeispiele und Gegenüberstellungen deutlich.

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Laser-Sintern fertigt das Lenkrad in nur einem Fertigungsschritt – einschließlich der Scharniere. Montagekosten und -zeiten entfallen vollständig, Losgröße 1 ist auch wegen des Verzichts auf Werkzeuge wirtschaftlich.

Der steigende Bedarf an komplexen Komponenten, maßgeschneiderten und kundenindividuellen Lösungen bestätigt nicht zuletzt die kürzlich veröffentlichte Umfrage nach den Zukunftsaussichten des E-Manufacturing: Dementsprechend gewinnt die individualisierte Massenfertigung von Produkten in der westlichen Welt weiter an Bedeutung.Experten boten während der Messe, in der Präsentation RapidX, themenspezifische Rundgänge an. Während der Führung konnten die Teilnehmer mit einer 3D-Brille einzelne Phasen der Prozesskette und die Produktion per E-Manufacturing live verfolgen.

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