Flexibles Maschinenkonzept für breites Anwendungspektrum

High-tech-Kunststoffe schweißen

Eine modulare, vollelektrisch angetriebene Maschinenreihe mit vielfältigen Ausstattungsoptionen soll zum Heizelement- und Infrarotschweißen genutzt werden.

Schweißen des Airbag-Schusskanals an einer Automobil-Instrumententafel auf einer Schweißmaschine mit Metallfolienstrahler.

Speziell auf die Verarbeitung für technische Hochleistungskunststoffe, die zunehmend vor allem in der Luftfahrt und Automobilindustrie genutzt werden, zielt eine neu gestaltete Baureihe elektrisch angetriebener Universal-Schweißmaschinen. Mit ihren Ausstattungsmerkmalen sollen diese Maschinen die Qualität und Prozesssicherheit beim Fügen komplexer Kunststoffteile in der Serienproduktion erhöhen. Die servomotorischen Antriebe sollen für hohe Genauigkeit und wirtschaftlichen Betrieb sorgen, aufwändige Wartungsarbeiten erübrigen und den Energieverbrauch senken. Von diesen Vorteilen profitieren laut Anbieter besonders Serienfertiger im Bereich Automotive, aber auch Hersteller aus anderen Branchen, die Bauteile mit schwierigen Geometrien und aus anspruchsvollen Kunststoffen fügen.

Optional können die Maschinen für das Infrarotschweißen mit kurzwelligen Glaskolbenstrahlern, mit mittelwelligen Metallfolienstrahlern oder zum Heizelementschweißen mit Heizelementen für Kontakterwärmung für normale und hohe Temperaturen ausgestattet werden. Bei Heizelementen sind vier Heizzonen, zusätzlich vier Vorwärmzonen vorgesehen. Bei Ausstattung mit Infrarot-Glasröhren stehen 20 separate Zonen zur Verfügung - je nach Bauteilgeometrie und Applikation auch mehr. Zum Erwärmen mit Infrarot-Metallfolien können auf die jeweilige Schweißapplikation abgestimmte Infrarotzonen integriert und realisiert werden. So lassen sich die Maschinen flexibel zum Schweißen unterschiedlicher Werkstoffe und Werkstückgeometrien konfigurieren. Drei Baugrößen für Werkzeuggrundplatten mit Abmessungen von 800 × 500 bis 1800 × 800 Millimeter mit unterschiedlichen Öffnungsweiten stehen zur Verfügung.

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Komfortabel einrichten, programmieren und bedienen
Werkzeuge können in der Basisausführung manuell einfach und rasch von vorn, optional auch von hinten gewechselt werden. Zudem gibt es unterschiedlich stark automatisierte Wechselsysteme mit komfortabler Bedienerführung. Dabei werden alle Funktionen und die Positionierung der Werkzeuge elektrisch überwacht.

Der Maschinenschaltschrank ist mit allen für eine Vorwärmstation für Heizelemente erforderlichen Baugruppen vorgerüstet. Für Programmier- und Bedienkomfort sorge die Steuerung Siemens S7 in Verbindung mit einem Bedienpanel von Siemens mit berührungsempfindlichem Farbbildschirm (Touch-Screen, Bilddiagonale 8 Zoll). In einem laut Unternehmen übersichtlichen, grafisch unterstützten Dialog gibt der Maschinenbediener prozessrelevante Parameter vor. Verschiedene Schnittstellen stehen zur Dokumentation der Prozessparameter und zur Sicherung auf entsprechenden Datenspeichern zur Verfügung.

Die komplett geschlossene Umhausung der Maschinen soll eventuell entstehende Aerosole zuverlässig zurückhalten. Optional können diese über eine integrierte Absaugeinheit oder mit einer externen, zentralen Absaugung aufgefangen werden.

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