Tool4search

Fünf Schritte zur Werkzeug-Kalkulation

Mehr Angebote mit gleichem Aufwand erstellen. Deutlich erhöht hat sich bei vielen Formenbauern der Aufwand in der Angebotskalkulation: Es sind mehr Angebote erforderlich, um die gleichen Umsätze zu generieren. Ein Softwarewerkzeug soll dabei helfen, den steigenden Aufwand effizienter zu bewältigen.

Software Tool4search

In den Kalkulations-Abteilungen für Formen- und Werkzeugbauer hat nach Einschätzung des Unternehmens Bübel in den letzten Jahren eine starke Veränderung stattgefunden: Stellt ein Formenbau-Betrieb im Jahr durchschnittlich 50 Werkzeuge her, standen dem früher üblicherweise etwa 250 Kalkulationen gegenüber. Aufgrund des enorm steigenden Kostendrucks müsse aktuell rund 750, also dreimal so viele Kalkulationen erstellt werden – in der gleichen Zeit.

Ein Kalkulator wird künftig wahrscheinlich noch mehr Angebote mit dem gleichen Zeitaufwand, dem gleichen Sicherheitsniveau und ohne Qualitätsverlust bearbeiten müssen. Ein Hilfsmittel dafür könnte die Software Tool4search sein. Aufgrund der klassifizierten und geometrischen Ähnlichkeitssuche soll es künftig möglich sein, in fünf Schritten zu einer einfachen, schnellen und sicheren Werkzeug-Kalkulation zu kommen. Des Weiteren ermöglicht die Wissens-Datenbank ein effizientes, zeitsparendes und damit kostengünstiges Arbeiten bei der kompletten Auftragsabwicklung. Nach deren Erstfüllung mit vorhandenen Daten, Berichten und Hinweisen, die über eine Schnittstelle zu den firmeneigenen ERP oder PPS-Systemen und den Rechnern der Mitarbeiter läuft, lassen sich die Schritte planmäßig abarbeiten.

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Schritt 1
Bei der Angebots-Vorbereitung werden die Anfrage-Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft und die Werkzeugfunktionen analysiert. Die übergebene Werkzeugspezifikation, Artikel-Daten und -Zeichnungen, Maschinen-Unterlagen, Firmen-Norm des Auftraggebers und alle beigestellten Informationen, eventuell auch Referenz-Konstruktionen, werden in der Wissens-Datenbank hinterlegt.

Schritt 2
Die 3D-Artikel-Suche geschieht über die optische Such-Methode durch „Fingerprint-Erkennung“ mit algorithmischer Berechnung. Die Vorgehensweise ist einfach: Die vom Kunden gelieferten CASD-daten des Artikels werden in das System eingelesen, dabei wird automatisch eine Art Fingerabdruck erstellt. Mit dem nächsten Mausklick steht eine Aufstellung der ähnlichsten in der Datenbank vorhandenen Artikel zur Verfügung.

Schritt 3
Das Ergebnis der optischen Suche ermöglicht den Zugriff auf vergleichbare Anfragen und Aufträge in der klassifizierten Ähnlichkeitssuche. Ein zusätzlicher Vorteil liegt darin, dass alle Funktionen von den gesammelten Informationen der Wissens-Datenbank profitieren. So kann beispielsweise die Konstruktion ihre Konstruktionsdaten, Stücklisten, Funktionsabläufe und Moldflow-Berechnungen hinterlegen.

Schritt 4
Mit der parametrischen Suchmethode ist die Werkzeug-Suche über technische Details wie Formentyp, Fachzahl und Artikelgröße möglich. Die Wissens-Datenbank ermöglicht es deshalb, schon angebotene oder gefertigte Werkzeuge zu finden, die den vorgegebenen Anforderungen des Auftraggebers entsprechen.

Schritt 5
Das Ergebnis der parametrischen Suche ermöglicht den Zugriff auf Vergleichs-Kalkulationen zur Gegenüberstellung und Angebots-Erstellung. Die in der Wissens-Datenbank gefundenen Artikel in Verbindung mit den dazu gehörenden Werkzeugen werden mit den Anfrage-Daten verglichen, um den zu kalkulierenden Aufwand prozentual abschätzen zu können. Daraufhin wird ein Vergleichsangebot erstellt.

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