Homogene Temperaturen von der Platte

Individuelle Flächenheizplatten für die Folientechnik

Der Aspekt der präzisen Temperaturführung spielt in vielen Verfahren der Folientechnik eine zentrale Rolle. Als prozesstechnisch besonders anspruchsvoll gilt es dabei, über größere Flächen gleichmäßige und homogene Temperaturfelder zu generieren.

Für die thermische Prozessführung in der Kunststoff- und Folientechnik eignen sich in vielerlei Hinsicht anwendungsspezifisch ausgelegte Flächenheizplatten. © Hotset

Wichtig ist das zum Beispiel beim Thermoformen von Lebensmittelverpackungen, bei der Bearbeitung von Schrumpf- und Stretchfolien oder beim Folienschweißen. Eine Ideallösung für diese Aufgabenstellung bietet Thermodynamik-Spezialist Hotset nun mit den Heizplatten seines neuen P-Systems.

Für die thermische Prozessführung bei der Ver- und Bearbeitung von Kunststofffolien für die Verpackungstechnik realisiert Hersteller Hotset projekt- und kundenspezifisch ausgelegte Flächenheizplatten. Diese als P-System bezeichneten Komplettlösungen werden in ihrer Konstruktion und Konfiguration jeweils entsprechend den individuellen Anforderungen der Maschinen- und Anlagenbauer abgepasst. So stellt das Tiefziehen von Blisterverpackungen oder Kunststofftrays beispielsweise andere Anforderungen an die Thermodynamik von Heizplatten als das Schweißen von Schlauchbeutelfolien – mit dem P-System könne flexibel auf jede Situation der Flächentemperierung reagiert werden. Entscheidend sei, dass die Flächenheizplatten des Systems eine außergewöhnlich präzise und gleichmäßige Temperaturführung bieten, die zu einer konvergenten und homogenen Temperaturverteilung auf den Oberflächen der Verpackungsfolien führt. Für den Anwender bedeutet das eine höhere Prozesssicherheit; auch für alle der Folientemperierung nachgeschalteten Ver- und Bearbeitungsschritte. Die Vorteile sollen sich beispielsweise im Thermoforming, beim Heißpressen oder beim Verschweißen und Versiegeln von Folien besonders positiv auswirken.

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Leichter, dünner, sicherer

In diesen Anwendungen lassen sich dank der homogenen Temperaturverteilung sehr gleichmäßige Folienwanddicken erreichen, was die Gewichtsdifferenzen am Endprodukt minimiert. Außerdem können – zum Beispiel beim Tiefziehen – dünnere Folien einsetzen und Schlieren im Verpackungsmaterial vermeiden. Ein weiterer Pluspunkt beim Ver- und Bearbeiten komplexer Verbundfolien: Die Beschädigung sensibler Funktionsschichten kann mit Einsatz einer entsprechenden P-System Heizplatte vermieden werden.

Die Vorteile der P-System Flächenheizplatten für die Prozesssicherheit und die Qualität der Endprodukte lassen sich laut Hotset auch in konkreten Zahlen beziffern. Praxisnahe Messreihen mündeten demnach allesamt in dem Ergebnis, dass die Temperaturwerte der mit einer solchen Flächenheizplatte erhitzten Folie im gesamten Temperierfeld nur minimal schwanken. Charakteristisch seien punktuelle Abweichungen auf der Folie von allenfalls 2 Grad Celsius. Dagegen erreichen die Flächentemperatur-Differenzen konventioneller Standard-Heizplatten bis zu 15 Grad Celsius. Für all jene Geräte- und Anlagenbauer, für die die präzise und homogene Flächenbeheizung entscheidend ist, also beispielsweise in Vakuummaschinen oder Folienschweißgeräten, kann das P-System eine Lösung bieten.

Maximale Individualisierung

Die kundenspezifische Ausführung der Flächenheizplatten umfasst viel Komponenten. Vom Design der Wärmetransferplatte – sie hat im Prozess später den mehr oder weniger direkten Kontakt zur Folienbahn – über die Auswahl des Heizelements (Rohrheizkörper, Silikonmatte und andere) und der Isolierplatte oder die Frage, ob eine zusätzliche Installationsraumplatte erforderlich ist, werden alle konstruktiven Ebenen einer P-System-Lösung auf die konkrete Anwendung Kunden abgestimmt. Auch die Gestaltung der oberen Abdeckplatten mit den Steckkontakten und Befestigungselementen für den Einbau in die Anlage des Kunden macht hier keine Ausnahme. Außerdem können Sensoren zum Schutz vor Übertemperaturen integriert werden und auch bei den Beschichtungen steht eine breite Auswahl zur Verfügung: Funktionelle Oberflächen mit Antikstatik-, Antihaft- und Aseptik-Eigenschaften lassen sich ebenso verwirklichen wie Beschichtungen, die einen erhöhter Verschleiß-, Abrieb- und Korrosionsschutz bieten. Zudem lassen sich die Oberflächen der maßgeschneiderten Flächenheizplatten strukturieren und konturieren und hinsichtlich einer Reihe weiterer Eigenschaften anpassen.

Die Anschlussspannungen reichen von 12 bis 400 Volt und die Leistungsdichte erreicht bis 15 W/cm2. Hotset stellt die Heizplatten als stecker- und montagefertige Einheit zur Verfügung und stimmt dabei auch die Regel- und Anschlusstechnik sowie die Befestigungstechnik auf die Vorgaben des Kunden ab.

Fakuma: Halle B3, Stand 3005

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