Forschungszentrum Aachen

Meinolf Droege,

IKV baut Smart Factory auf dem Campus Melaten

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen hat den Bescheid erhalten, dass am Standort des IKV in Aachen Melaten wieder gebaut werden kann.

Skizze des Gesamtgebäudekomplexes des IKV nach Errichtung der neuen Gebäudeteile. Rechts im Bild die neuen Gebäude für das Plastics Innovation Center 4.0 © aig+ Architekten

Am Seffenter Weg soll bis 2022 auf mehr als 4200 Quadratmetern mit dem „Plastics Innovation Center 4.0“ (PIC 4.0) eine vollständig vernetzte Forschungs- und Entwicklungsumgebung entstehen. Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt laut Institut 19,5 Millionen Euro; es wird gefördert vom Land NRW und aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Mit einem ganzheitlichen Ansatz, der Forschung und Entwicklung sowie die Qualifikation von Unternehmen und Mitarbeitern im Bereich Digitalisierung in der Kunststoffverarbeitung umfasst, will das IKV zu einem weltweit führenden Industrie 4.0-Zentrum der Kunststoffindustrie werden.

Das Projekt beginne mit vorbereitenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur vollständigen Vernetzung der bestehenden Forschungsinfrastruktur und umfasse die lückenlose Dokumentation des Aufbaus einer Smart Factory. Die begleitende Entwicklung von Lehr- und Lernkonzepten stelle den Transfer von Erkenntnissen und Forschungsergebnissen in die universitäre Lehre und die industrielle Praxis sicher. Das ermögliche künftigen Fachkräften die praxisnahe, qualifizierte Umsetzung von Themen der Digitalisierung und von Kunststoffindustrie 4.0 und die Stärkung der Wirtschaft.

Anzeige

Bereits während der Bauphase und im späteren Forschungsbetrieb werden im Projekt PIC 4.0 Lösungen zur umfassenden Prozessdatenerfassung und -verarbeitung entlang komplexer Wertschöpfungsketten der Kunststoffverarbeitung erarbeitet. Im Digital Engineering werde die Bauteil- und Prozessentwicklung zudem mithilfe lückenloser Simulationsketten von den ersten Bauteilanforderungen bis zur finalen Bauteilqualität virtuell abgebildet. Darüber hinaus soll die vernetzte Forschungsinfrastruktur auch eine Testumgebung für künftige Entwicklungen des Exzellenzclusters „Internet of Production“ der RWTH Aachen sein. In diesem Zusammenhang bietet das PIC 4.0 zum einen Unterstützung bei spezifischen technischen und organisatorischen Fragestellungen aus dem Praxisalltag der Kunststoffindustrie, die mit digitalisierten Prozessen verbunden sind. Zum anderen werden innovative Technologien und Ansätze der Digitalisierung erprobt, sodass auch abstrakte Konzepte und Referenzarchitekturen der Industrie erfahrbar und ihr Nutzen transparent gemacht werden können.

Die Baumaßnahmen auf dem Terrain des IKV am Seffenter Weg verhelfen dem IKV schließlich dazu, 70 Jahre nach seiner Gründung alle Bereiche der Forschung am Campus Melaten zu vereinen.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Strukturen zum Studieren

Preiswert wohnen beim Studieren

In der Vergangenheit hat diese Zeitschrift mehrfach über innovative berufsbegleitende Studiengänge auf dem Umfeld der Kunststofftechnik in Schmalkalden berichtet. Sie laufen teils in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

IKV-Fachtagung

FvK-Profile kosteneffizienter produzieren

Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk der RWTH Aachen lädt am 9. Oktober 2018 zur Fachtagung Reactive Pultrusion nach Aachen ein, bei dem Fachleute aus Industrie und Forschung die neuen Entwicklungen vorstellen und...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Im Robotergriff

Hinterleuchtete Embleme sicher handhaben

Spritzgegossene, hinterleuchtete Bauteile stellen hohe Anforderungen an das automatische Handling am Werkzeug. Sehr hohe Oberflächengüten dürfen von Greifern nicht beeinträchtigt werden, auch nicht beim Abtrennen von Stegen und Laschen. Je nach...

mehr...