Herstellung von Polyamid-Compounds

Annina Schopen,

In neuen Durchsatzdimensionen

Lanxess produziert erfolgreich Polyamid-Compounds auf einer Gesamtanlage von Coperion mit bisher unerreichten Durchsätzen. Dafür hat Coperion die Anlage mit speziellen Features ausgestattet, die einen hohen Automatisierungsgrad sichern.

Auf der Compoundieranlage von Coperion produziert Lanxess bei hohen Durchsatzraten hochverstärkte Polyamid-Compounds. © Lanxess

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess betreibt am Standort Krefeld-Uerdingen eine weitere Coperion-Gesamtanlage zur Herstellung von Polyamid 6, Polyamid 66 und Polybutylenterephthalat (PBT) und dringt mit dieser in einen neuen Durchsatzbereich vor. Auf der Anlage rund um den Hochleistungs-Doppelschneckenextruder ZSK 92 Mc18 produziert Lanxess die anspruchsvollen Compounds mit bisher unerreichten Durchsätzen. Um diesen hohen Ausstoß bei sehr guter Produktqualität zuverlässig zu erzielen, hat Coperion die Gesamtanlage des Entwicklers und Anbieters von Hochleistungscompounds mit speziellen Features ausgestattet, die einen hohen Automatisierungsgrad sichern. Dazu zählt beispielsweise die Strangzuführung ASC von Coperion Pelletizing Technology, die die Polymerstränge beim Austritt aus dem Doppelschneckenextruder vollautomatisch zum Granulator befördert. Die Gesamtanlage rund um den ZKS 92 Mc18 ist eine von mehreren Coperion-Linien, die Lanxess in Krefeld-Uerdingen betreibt.

Reibungsloser Produktionsablauf

Coperion hat die Compoundierlinie als schlüsselfertige Komplettlösung für Lanxess realisiert – vom Engineering bis hin zur Inbetriebnahme. Von der Rohmaterialaufgabe über die Förderung, Compoundierung bis hin zur Granulier- und Klassiertechnologie hat Coperion alle Prozessschritte der Anlage aufeinander abgestimmt und logistisch sinnvoll in einen Stahlbau integriert. Dies ist die Basis für den vollautomatischen Betrieb der Compoundieranlage. Bereits nach einem kurzen Anfahrprozess kann ihre volle Leistungskapazität ausgeschöpft werden. Darüber hinaus hat Coperion die Compoundierlinie so ausgelegt, dass der zur Verfügung stehende Raum optimal genutzt wird und eine gute Zugänglichkeit der einzelnen Komponenten sowie kurze Laufwege für das Bedienpersonal gesichert sind.

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Alle Schlüsselkomponenten der Komplettlösung stammen aus eigener Entwicklung und Produktion von Coperion. Dazu zählt der Hochleistungsextruder ZSK 92 Mc18, der mit seinem hohen Drehmoment von 18 Nm/cm³ eine zentrale Funktion bei der Erzielung der hohen Durchsatzraten für verstärkte Polyamide übernimmt. Der ZSK-Doppelschneckenextruder ist mit einer zweiwelligen Seitenbeschickung ZS-B und einer Seitenentgasung ZS-EG ausgestattet. Eigens für die Herstellung der Polyamid-Compounds hat Coperion den Spritzkopf SK92 weiterentwickelt. Mit seinem intelligenten Temperierkonzept wird eine homogene Temperaturverteilung erreicht, so dass die Stränge auch bei hohen Durchsatzraten über die gesamte Breite der Lochleiste gleichmäßig austreten. Hinzu kommt die optimierte Fließgeometrie, dank der die Polyamidschmelze schonend behandelt und eine hohe Compoundqualität erzielt wird. Die Lochleiste lässt sich in der neuen Ausführung des SK92 mit nur wenigen Handgriffen wechseln.

Einen wichtigen Beitrag für den Betrieb der Komplettanlage leistet die vollautomatische Strangzuführung von Coperion Pelletizing Technology. Sie leitet die extrudierten Stränge über eine wasserüberspülte Rutsche und ein nachfolgendes Förderband automatisch zum Einzugswerk des Stranggranulators SP 700 HD. Das Anfahren erfolgt damit ebenso vollautomatisch wie das Fördern und Einfädeln der Stränge bei Strangabrissen. Es erfolgt kein Produktverlust und die laufende Produktion wird nicht unterbrochen.

Frank Lechner, General Manager Process Technology and Research & Development der Polymer Division bei Coperion, zeigt sich sehr zufrieden mit der Anlage: „Bei der Komplettlösung für Lanxess konnten wir unsere gesamte Systemkompetenz ausspielen. In jedem einzelnen der Prozessschritte steckt sehr viel Entwicklergeist von uns. Es macht uns sehr stolz zu sehen, wie alle Technologien erfolgreich ineinandergreifen, und dass Lanxess das Leistungspotenzial unserer Anlage für die Herstellung von Polyamid-Compounds voll ausschöpfen kann.“

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