Laser und Co.

Schneidsysteme für Kunststoffe kombiniert

Kunststoffverarbeitung verlangt hohe Flexibilität bei Trennarbeiten. Zur K 2016 soll gezeigt werden, Folien, Schaumstoff, Forex- und Acrylplatten auf nur einem Schneidsystem geschnitten, graviert und mit Etiketten versehen.

Der Laser bietet vielfältige Möglichkeiten der effizienten Kunststoffbearbeitung. (Bild: Eurolaser)

Trotz Laser-High Tech haben auch die klassischen Bearbeitungsmethoden weiterhin ihre Berechtigung. Der modulare Aufbau der Lasersysteme von Eurolaser ermöglicht es dem Anwender, bis zu zwei mechanische Werkzeuge parallel zum Laser zu nutzen. Dafür lässt sich nach Unternehmensangaben das gesamte Werkzeug-Spektrum der Zünd Systemtechnik aus der Schweiz nutzen. Neben Fräsen sind Messer, Rill-, Markier- und Stanzwerkzeuge verfügbar. Somit lassen sich die Vorteile verschiedener Verarbeitungsverfahren auf einer Maschine kombinieren.

Zu den Kernmärkten für die Lasersysteme gehören acrylverarbeitende Unternehmen, die Displays, Schilder und Beschriftungen herstellen. Ein ebenso großer Markt ist der Zuschnitt von Kunststofffolien. Hier spielen vor allem die Automobilindustrie, Frontblenden für Haushaltsgeräte und Tastaturfolien eine Rolle. In den vergangenen Jahren ist ein weiterer Trend in der Nutzung der Laserschneidsysteme zu erkennen. Der Textilmarkt entwickelt sich außerordentlich stark. Das reicht von technischen Textilien wie Filtermedien bis zu Plüschmaterial für die Spielzeugindustrie. Mehr und mehr werden die CO2-Lasersysteme branchenübergreifend zum Schneiden und Gravieren eingesetzt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und neue Märkte zu erschließen steigen zahlreiche Unternehmen von konventionellen Produktionsverfahren auf die wirtschaftliche Fertigung mit Lasertechnologie um.

Anzeige

Der Automatisierungsgrad hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Gerade bedruckte Kunststoffe können mit interaktiven, optischen Erkennungssystems präzise erkannt und automatisch konturiert werden. Selbst die Registrierung deutlicher Werkstoffmuster (Pattern) sei realisierbar. Der Laserstrahl wird automatisch anhand der erfassten Daten über dem Werkstück positioniert, so dass automatisch eine exakte Bearbeitung an der Druckkontur erfolgt.

Das Shuttletisch-System ermöglicht einen automatischen Wechsel der Tischmodule. Die Materialträger werden, so der Anbieter, innerhalb weniger Sekunden getauscht, der Laserprozess kann schnell fortgesetzt werden. Zeitgleich können auf dem ausgetauschten Materialträger, die bereits bearbeiteten Materialien ergonomisch günstig entnommen und der Tisch erneut bestückt werden. Dieses Prinzip reduziere die Stillstandzeiten des Schneidsystems während der Bestückung und erhöhe damit die Effizienz um bis zu 75 Prozent.

Die Systemtechnik ermöglicht damit einen weitestgehend automatisierten Fertigungsprozess. Bei der Bearbeitung textiler Werkstoffe wird das Material direkt von der Rolle abgewickelt, auf den Bearbeitungstisch transportiert und zugeschnitten. Für Kunstfasern gibt es oft noch einen besonderen Nebeneffekt, denn der Laserschnitt bildet durch seine Energiebündelung an der Schnittkante auf Wunsch einen Schmelzsaum, der Fransen verhindert.

K 2016, Halle 3, Stand F25

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige