Verbindungstechnik

Platzsparender Laserkopf für das Kunststoffschweißen

Dank einer Art integriertem Zoom soll ein neuartiger Laserkopf sehr viel flexibler bei der Bearbeitung von Oberflächen eingesetzt werden können.

Der kompakte Laser-Zoom-Prozesskopf ermöglicht die Anpassung der Laserlinienlänge während der Bearbeitung.

Mit 50 Millimneter Durchmesser und 148 Millimeter Länge liefere der „Laser-Zoom-Prozesskopf“ 1,0 Kilowatt Dauerleistung, kurzzeitig bis 2,5 Kilowatt in einem Linienfokus. Mit dem Zoom lässt sich die Linienlänge während der Bearbeitung verändern, um den der Laserstrahl beispielsweise entlang Konturen zu führen oder an einzelne Werkstücke anpassen. Dank schneller und einfacher Verstellung während der Bearbeitung sollen die Rüstzeiten sinken: Das mache den Prozess flexibler und ermögliche auch das wirtschaftliche Lasern von Werkstücken in kleinen Losgrößen.

Das zunächst für die Produktion von Solarzellen entwickelte Konzept (Wellenlänge 808 bis 1064 Nanometer) lasse sich ebenso beim Kunststoffschweißen nutzen, um die Linien individuell in Breite (0,2 bis 0,6 Millimeter) oder Länge (4 bis 12 Millimeter) an das Werkstück anzupassen – ohne Wechsel des Lasers oder Austauschen des Prozesskopfes. Speziell für den Einsatz beim Schweißen von Kunststoffen spreche, dass sich auch Teile, deren Breite entlang der Fügenaht variiert, schweißen lassen. Wegen des kompakten und leichten Aufbaus lasse sich das neue Strahlwerkzeug auch einfach auf einen Roboterarm und Verschiebetisch montieren.

Auf dieser Basis entwickelt Hersteller Limo aktuell weitere Strahlformungsmodule für Leistungen von 6 oder 10 Kilowatt, die sich dank motorisierter Zoom-Verstellung auch für automatisierte Prozesse eignen und größere, frei einstellbare Profile auch in zwei Achsen ermöglichen.

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