Lasertechnik

Laserschneiden kombiniert weitere Verfahren

Schneiden, Stanzen, Fräsen, Lasern auf einer Maschine. Die Kombination mehrerer Bearbeitungsverfahren in einem Werkzeugkopf macht die Lasertechnologie noch sehr viel flexibler einsetzbar, als das bisher schon der Fall war.

Lasercutter mit „3 in 1-Laserkopf“ – Laser (links) kombiniert mit Messer (mitte) und Fräser. (Bild: Eurolaser)

Die großformatigen Schneidanlagen mit CO2-Lasern von Eurolaser mit bis zu 10 Quadratmetern Bearbeitungsfläche sollen die Effizienz der Produktionsprozesse steigern, indem die technologischen Vorteile des Lasers umsetzen und mit verschiedenen Automatisierungslösungen kombinieren. Ein wichtiges Verkaufsargument ist dabei die modulare Erweiterbarkeit der Systemtechnik, die es den Anwendern erlaubt, ihre Lasersysteme an die Bedingungen im Bearbeitungsprozess anzupassen und Prozessschritte zu automatisieren.

Unter anderem lassen sich mechanische Werkzeuge parallel zum Laser nutzen – und damit kann die Materialbearbeitung sehr flexibel gestaltet werden. Den Anwendern steht das Werkzeug-Programm der Schweizer Zünd Systemtechnik zur Verfügung. Neben Fräsen sind verschiedene Messer, Rill-, Markier- und Stanzwerkzeuge verfügbar. Auf der diesjährigen Fakuma will Eurolaser auf einer der größten am Markt erhältlichen Laseranlagen demonstrieren, wie sich die Vorteile verschiedener Verarbeitungsverfahren auf einer Maschine ideal kombinieren lassen.

Laser an Acrylplatten und Folien
Die Lasertechnologie bietet vor allem bei der Acrylbearbeitung gegenüber herkömmlichen Verfahren Vorteile.

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Schema des kombinierten Werkzeugkopfs für die flexible Bearbeitung. (Bild: Eurolaser)

Konventionelle Bearbeitungsverfahren wie Sägen oder Fräsen verursachen beispielsweise Abfall in Form von Acryl-Spänen, verursachen zusätzlichen Aufwand beim Polieren oder Flammen der Schnittkanten und unterliegen Einschränkungen bei filigranen Innenkonturen. Bei der kontaktfreien Bearbeitung mit dem Laserstrahl hingegen schmilzt das Acryl an der Schnittkante und es kommt ohne weitere Bearbeitung zu den gewünschten klaren und glatten Konturen. Die Wärmeeinflusszone ist dabei so minimal, dass das Materialgefüge erhalten bleibt.

Eine ebenso wichtige Anwendung ist der Zuschnitt von Kunststofffolien. Besonders in der Automobil-, Maschinenbau- und Haushaltsgeräteindustrie wird mit Hilfe hochwertiger Laserschneidanlagen die Produktion von Frontblenden und Tastaturfolien optimiert. Die berührungslose Bearbeitung mit einem sehr schmalen Laserstrahl ermöglicht auch hier präzise kleine Radien.

Etikettieren, drucken und markieren
Die Systemergänzungen Label- und Ink-Printer Modul bieten dem Anwender die Möglichkeit, lasergeschnittene Einzelteile direkt mit Etiketten zu bekleben und diese bei Bedarf individuell zu bedrucken. Auch der Direktdruck auf dem verwendeten Material ist möglich. Auf diese Weise werden die Zuschnitte für weitere Prozessstufen beispielsweise mit einem Barcode oder einer Seriennummer gekennzeichnet und so die Nachverfolgbarkeit optimiert. Wer nur einfache Kennzeichnungen benötigt, kommt auch mit dem kostengünstigen Ink Marker-Modul zurecht. Es arbeitet schneller als die üblichen Plotstifte und es lassen sich – ebenfalls berührungslos – Materialien wie Polyester, Polypropylen, Acryl sowie fast alle Naturgewebe markieren.

Fakuma 2017, Halle B5, Stand 5319

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